Liften macht wieder interessant

Motor / 14.06.2019 • 12:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schicker Allrounder mit optionalem Allradantrieb: Optische Retuschen machen den ASX zukunftsfit.werk
Schicker Allrounder mit optionalem Allradantrieb: Optische Retuschen machen den ASX zukunftsfit.werk

Mitsubishi hat seinen Kompakt-SUV ASX einer Frischzellenkur unterzogen.

Mitsubishi Früher war klar: Wenigstens einige Jahre ziehen ins Land, bis sich an einem Auto etwas mehr oder weniger Wesentliches ändert. Am Outfit, unter der Haube, wo auch immer. Mittlerweile dreht sich das Facelift-Karussell immer schneller. Unter Druck geraten, legen einige Marken schon bald einmal Hand an an ihre Erzeugnisse. Neue Technikdetails und Aufwertungen aus dem reichhaltigen Lager der Elektronik-Features sollen die Aufmerksamkeit für ein Modell neu beleben.

Mitsubishi geht diesen Weg mit dem ASX. Seit seinem Erstauftritt 2010 macht sich jetzt die vierte Generation startbereit. Schon am diesjährigen Genfer Salon stand der ,,neue“ ASX im Rampenlicht, obwohl der Japaner erst im Oktober auf den Markt kommen wird. In Österreich zu Preisen, die noch nicht errechnet sind. Mitsubishi Austria hofft, das Basismodell des stattlichen Crossover für unter 20.000 Euro anbieten zu können.

Intakte Chancen

Die Chancen des zuletzt 2016 als ,,neu“ vorgestellten, weltweit durchaus erfolgreichen ASX sind intakt. Diesel ist zwar kein Thema mehr, dafür kann die neue Generation auf Wunsch mit Allradantrieb aufwarten, was den Preis um etwa 3000 Euro erhöhen wird.

Zum neuen stärkeren Zweiliter-motor gesellt sich eine Siebengang-Automatik. Genauer gesagt: Die stufenlose CVT-Vollautomatik simuliert sieben Schaltstufen.

Wer beim Schalten lieber manuell ans Werk geht, dem bietet Mitsubishi, Kooperationspartnerin von Renault und Nissan, ein Fünfganggetriebe an, bei dessen Betätigung nostalgische Gefühle aufkommen. Erste Testfahrten mit Vorserienmodellen lassen erkennen: Ob mit Automatik oder den fünf Gängen, der ASX hat keine sportlichen Ambitionen. Er ist ein geräumiger Familienfreund zu voraussichtlich attraktiver Preisgestaltung. Zum sparsamen Cruisen geboren, mit einer exakten Lenkung ausgestattet und einem beachtlichen Fahrkomfort.

Kein Arbeitstier, der ASX, sondern ein Softallradler mit dem man im normalen Leben so ziemlich überall hinkommt, sofern 4WD an Bord ist. Der neue, von 1,5 auf zwei Liter ausgeweitete Turbobenziner leistet nunmehr 150 statt 117 PS. Er erhöht das Sprintvermögen des für gewöhnlich als Fronttriebler agierenden ASX marginal, verleiht aber dem in Japan produzierten SUV mehr Anhängelast, 1300 Kilo immerhin.

,,Shield“ an der Front

Das Facelift nimmt als ,,Dynamic Shield“ vorwiegend an der Front des ASX Form an. Zudem zieren jetzt LED-Leuchten Gesicht und Heck des Gelifteten. Und ein neues Achtzoll-Display dominiert das Cockpit.

Hier ist auch das tüchtige Tom-Tom-Navi daheim. Neue Farben komplettieren die gründliche ASX-Kosmetik. Wirklich neu wird Mitsubishis Pick-up-Bestseller L 200 sein. Premiere im Herbst dieses Jahres.

Mit 4x4-Antrieb macht der ASX auch abseits vom Asphalt eine gute Figur.
Mit 4×4-Antrieb macht der ASX auch abseits vom Asphalt eine gute Figur.
Aufgewertet präsentiert sich auch der Innenraum des kompakten Japaners.
Aufgewertet präsentiert sich auch der Innenraum des kompakten Japaners.
Schicker Allrounder mit optionalem Allradantrieb: Optische Retuschen machen den ASX zukunftsfit.werk
Schicker Allrounder mit optionalem Allradantrieb: Optische Retuschen machen den ASX zukunftsfit.werk

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 2-Liter-Benziner mit 150 PS Leistung; Frontantrieb, 5-Gang-Schaltung oder CVT-Getriebe, optional Allradantrieb

Preise noch nicht errechnet, ab etwa 20.000 Euro

Markteinführung im Oktober 2019.