Solider Alltagsbegleiter mit Bodenhaftung

Motor / 14.06.2019 • 12:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Subaru geht beim Forester keine Experimente ein: In ausgeprägter Formgebung signalisiert der robuste Geländegänger seine Alltagstauglichkeit.VN/Sams
Subaru geht beim Forester keine Experimente ein: In ausgeprägter Formgebung signalisiert der robuste Geländegänger seine Alltagstauglichkeit.VN/Sams

Weiter aufgerüstet sichert Subaru Forester sein Terrain ab.

Subaru Der Dauerläufer Subaru Forester, der seit über 20 Jahren eine feste Größe des japanischen Allradspezialisten darstellt, sucht auch in der aktuellen Version nicht den spektakulären Auftritt. Vielmehr zelebriert der SUV-Klassiker praktische Grundwerte. Um das Terrain des Erfolgstypen weiter abzusichern, hat Subaru bei der Modellpflege noch einiges draufgelegt. So gibt´s in höheren Ausstattungslinien LED-Schweinwerfer mit Kurvenlicht und automatischer Leuchtweitenregelung genauso wie Spurwechsel- und Querverkehrsassistent. Ein Sicherheitsplus bietet über die Rückfahrkamera hinaus auch die Außenspiegelkamera. In allen Forester serienmäßig an Bord in nun das Eyesight-System, das via Stereokamera etwa über Spurtreue und Sicherheitsabstand wacht sowie vor Hindernissen warnt – bis hin zur Sofortbremsung.

Wer mit dem Forester unterwegs ist, weiß sich in dem ebenso robusten wie soliden Alltagsbegleiter gut aufgehoben. Mit einer Länge von 4,61 Meter und einem Gewicht von knapp 1,6 Tonnen zählt er allerdings nicht gerade zu den kleinen Brocken. Umso feiner ist, dass der Allradler sich auch im Stadtverkehr vergleichsweise leicht manövrieren lässt. So wendig wie der Forester ist, so geräumig ist er auch. Mit einem maximalen Kofferraumvolumen von 1564 Litern ist man für alle Fälle gerüstet.

Die eigentliche Trumpfkarte ist indes seine Geländegängigkeit. Via X-Mode-Allradautomatik wird der Hochbeiner zum echten Kraxler, der selbst herausforderndes Geläuf meistert. 22 Zentimeter Bodenfreiheit und 25 Grad Böschungswinkel machen’s möglich. Wer um diese Vorzüge weiß, sieht dem Forester auch nach, dass er hinsichtlich der Agilität lediglich einen Mittelfeldplatz einnimmt. Mit dem überarbeiteten Vierzylinder-Boxerbenziner mit 2.0l Hubraum und 150 PS geht der Subaru zwar nicht auf Schleichfahrt, richtige Temperamentsausbrüche sind ihm aber weitgehend fremd. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass ihn die Abhängigkeit vom stufenlosen CVT-Getriebe einbremst. Die Disziplin zur Gelassenheit hat aber auch sein Gutes, so wird der Forester auch nicht zum zügellosen Schluckspecht. Und bei unaufgeregter Fahrt von Kurve zu Kurve gibt er den komfortablen Gleiter – der Fahrwerkabstimmung sei Dank. VN-HGP

Der Allradler findet trittsicher seinen Weg und spielt seine Vorzüge vergleichsweise unspektakulär aus.

7-Zoll-Multifunktionsdisplay dominiert das sachlich-nüchterne Cockpit.
7-Zoll-Multifunktionsdisplay dominiert das sachlich-nüchterne Cockpit.
Subaru geht beim Forester keine Experimente ein: In ausgeprägter Formgebung signalisiert der robuste Geländegänger seine Alltagstauglichkeit.VN/Sams
Subaru geht beim Forester keine Experimente ein: In ausgeprägter Formgebung signalisiert der robuste Geländegänger seine Alltagstauglichkeit.VN/Sams

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 4-Zylinder-Boxerbenziner, 150 PS, 198 Nm bei 4200 U/min, Allradantrieb, CVT-Automatik

Fahrleistung/Verbrauch 0–100 km/h: 11,8 Sek., Spitze: 192 km/h, EU: 7,5 l (172 g CO2/km), Test: 9,2 l

Preis Basispreis (Pure): 33.490 Euro, Testwagen (Premium): 39.990 Euro.