Konstant über zehn Design-Metamorphosen

Motor / 12.09.2019 • 09:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Weniger spacig als zuvor ist – ebenso wie das Exterieur – in der aktuellen Baureihe das Interieur gestaltet.
Weniger spacig als zuvor ist – ebenso wie das Exterieur – in der aktuellen Baureihe das Interieur gestaltet.

Der Honda Civic hat sich in seinen bisherigen Modell-Generationen optisch mehrfach von Grund auf gewandelt. Gleich geblieben sind technische Eigenständigkeit und Zuverlässigkeit.

 

Alles mögliche war der Civic bereits: begehrtes Tuning-Objekt, flacher Coupé-Keil, Hochdach-Van, spaciger Futurist und auch geflügelter Sportler. Letzteres beides ist er bis in die jetzige, die mittlerweile zehnte, in England entwickelte Generation geblieben. Trotz der zahlreichen Design-Metamorphosen nimmt er im Honda-Modellprogramm konstant einen Fixplatz ein. Einen im Kompakt-Format. Dass diese Kategorie in Bezug auf die Dimensionen dehnbarer ist, das betrifft nicht nur den Japaner im Zeichen des roten Flügels.

 

Gewachsen und gestreckt

Bei der Japan-Premiere im Jahr 1972 (der Marktstart erfolgte in Europa 1974) war er gerade einmal 3,4 Meter lang, als Hatchback. Seit 2017 misst der nunmehr in Österreich als Limousine und Hatchback (beide fünftürig, ein Kombi ist vorerst nicht mehr in Sicht) angebotene knapp mehr als 4,5 Meter. Mit dem Modellwechsel war der Civic auf eine neue Plattform gestellt worden. Neu arrangiert werden musste dabei unter anderem die Tankpositionierung. Das Spritreservoir ist nach hinten, unter die Fondbank versetzt. Damit ist die Ergonomie auf dem Beifahrersitz eine neue, eine komfortablere, weil damit die bisherige Stufe im Fußraum weggefallen ist. Das Kofferraumvolumen hat sich gegenüber dem Vorgänger kaum verändert. Neu abgestimmt wurden Fahrwerk und Lenkung, im Sinne von Dynamik und Sportlichkeit.

Aufgeräumt hat man das Cockpit. Es ist weniger spacig designt, betont in Richtung Fahrer orientiert und unverspielt gestaltet, dabei ebenso klar und durchschaubar wie luftig strukturiert.

 

Sauger raus, Turbos rein

Mit der Neuaufstellung änderte sich nicht nur das Antriebsprogramm von Grund auf, ebenso die bisherige Motorenphilosophie. Abschied nehmen hieß es von den natürlich beatmeten Benzin-Aggregaten, es sind Turbos in die Civics eingezogen. Einsteiger ist ein aufgeladener Einliter-Dreizylinder mit 126 PS. Der ist nur im Hatchback zu haben, ebenso wie ein 1,6-l-Diesel mit 120 PS und optionaler Neungang-Wandlerautomatik. Ein weiterer Otto-Antrieb ist ein 1,5-l-Vierzyinder mit 182 PS. Das ist die einzige Motorisierung für die Limousine, ist aber auch im Schrägheck-Kandidaten zu haben. Beide Motoren sind entweder mit manueller Sechsgangschaltung zusammengespannt oder mit CVT-Getriebe. Das simuliert – exklusiv in Europa – sieben Schaltstufen.

Der Preis: Hatchback ab 21.990 Euro. Das kostet der frontgetriebene 1.0 VTEC Turbo S (Dreizylinder-Benziner) mit 126 PS und manuellem Sechsgangschaltgetriebe in der Basis-Ausstattungsvariante. Limousine: ab 30.290 Euro, mit 1,5 VTEC (Benziner) und ebenfalls manueller Schaltung im Mitgift-Niveau „Elegance“. Allradantrieb ist nicht verfügbar.

Sportlich und unverwechselbar präsentiert sich der Honda Civic der zehnten Generation. Er wurde auf eine komplett neue globale Plattform gestellt.

Sportlich und unverwechselbar präsentiert sich der Honda Civic der zehnten Generation. Er wurde auf eine komplett neue globale Plattform gestellt.