Vierzylinder-Boxer mit solider Leistung

Motor / 12.09.2019 • 11:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Trotz kleinvolumigen Aggregats ist der Subaru Impreza mit Allradantrieb ausgerüstet. Der 1,6-Liter-Boxer mit 114 PS ist an ein CVT-Getriebe gekoppelt.

Trotz kleinvolumigen Aggregats ist der Subaru Impreza mit Allradantrieb ausgerüstet. Der 1,6-Liter-Boxer mit 114 PS ist an ein CVT-Getriebe gekoppelt.

 

Bis vor Kurzem assoziierte man mit dem Impreza in erster Linie einen recht krawalligen Geflügelten mit dem Zunamen WRX. Seit dem Modellwechsel in die fünfte Generation steht der kompakte Subaru aber eher für Zahmheit. Zudem ist er hierzulande momentan ausschließlich mit 1,6-Liter-Motorisierung und nicht auch mit einem 2,0-Liter-Aggregat zu haben. Es gibt ohenhin nur Benziner, denn Diesel sind aus dem Antriebs­programm des japanischen Herstellers eliminiert. Immerhin ist es bei der Eigenständigkeit der Motorbauweise geblieben. Unter der Fronthaube werkt nach wie vor ein Boxer.

 

Konsequente Eigenwilligkeit

Das ist nicht das einzige Zeichen der eigenen Wege, die Subaru geht. Auch betreffend Antriebsphilosophie folgt der Hersteller nicht dem allgemeinen reinen Vorderradantriebstrend im Kompaktsegment. Auch der Impreza ist serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet. Bezüglich Getrieben konzentriert man sich auf eine stufenlose CVT-Automatik, die manuell geschalteten Versionen sind ebenfalls nicht mehr im Programm. Die Begründung für diese in Europa weniger beliebten Kraftübertragungsart sind Kompaktheit, Leichtgewichtigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit – sowohl bezüglich der Komponentenkosten als auch in Sachen Treibstoffkonsum. Das kontinuerliche automatische Anpassen der Drehzahlen sorgt dafür, dass der Motor stets im idealen Verbrauchsbereich bleibt. Dass das Aggregat bei beherztem Gaspedaltritt gerne aufheult ist eine Begleiterscheinung, die Schritt für Schritt durch technische Optimierungen abgemildert werden soll. Auf jeden Fall kann es zu sanfterer Fahrweise erziehen, ohnehin ist der Impreza nicht für den leistungssportlichen Einsatz gedacht. Dafür liefert er verlässlich-soliden und durchzugskonstanten Vortrieb.

 

Stereokamera-System

Eine weitere Subaru-Eigenwilligkeit bezieht sich auf das Thema Fahr- und Sicherheitsassistenz. Die Techniker verzichten auf ein überbordendes Konvolut an Sensoren und entwickeln stattdessen das Stereokamera-System weiter („EyeSight“). Es ist mittlerweile in allen Subarus serienmäßig an Bord, samt Infotainmentsystem mit 6,5-Zoll-Display und Smartphone-Integration. Gut überblickbar ist das Aufpreis-Programm: Es inkludiert neben Voll-LED-Scheinwerfern auch einen 8-Zoll-Touchscreen.

Der Preis: ab 23.350 Euro. Das kostet der permanent allradgetriebene 1.6i Lineartronic (Boxer-Benziner) mit 114 PS und stufenlosem CVT-Getriebe in der Ausstattungsvariante „Pure“.