Besser als in Spanien selbst

Motor / 30.12.2022 • 11:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seat leicht rückläufig, Cupra stark auf der Überholspur: Geschäftsführer Wolfgang Wurm kann 2022 insgesamt einen Zuwachs bei den Marktanteilen vermelden.Seat
Seat leicht rückläufig, Cupra stark auf der Überholspur: Geschäftsführer Wolfgang Wurm kann 2022 insgesamt einen Zuwachs bei den Marktanteilen vermelden.Seat

Seat/Cupra in Österreich mit höherem Marktanteil als im Mutterland.

Wien Gäbe es nur Marktanteile, hätte Seat/Cupra Geschäftsführer Wolfgang Wurm noch mehr Grund zum Feiern: Dass seine Marken in Österreich derzeit mit 7,6 Prozent sogar besser liegen als in Spanien, wird durch die ingesamt rückläufigen Stückzahlen aber ein wenig relativiert. Hätten sich die Kaufabschlüsse dieses Jahres so rasch wie früher in Neuzulassungen ummünzen lassen, wäre dem nicht so – die Krise auf dem Zuliefersektor wird den Automobilmarkt heuer jedoch ein weiteres Mal um gut zehn Prozent schrumpfen lassen. Dennoch liegt Österreich auch bei den Stückzahlen mit dem sechstgrößten Absatz weltweit im Spitzenfeld. Das Lob für den erzielten Erfolg reicht Wurm an sein Händlernetz weiter: „Wir haben die gleichen Autos wie in Spanien und keine besseren Preise – aber eben sehr engagierte Händler“. Der schleppende Neuwagenverkauf wird allerdings, so resümiert Wurm, noch eine Retardwirkung entfalten – mit reduzierten Werkstätten- und Ersatzteilumsätzen durch die geringere Fahrzeugstückzahl.

Für das kommende Jahr rechnet auch Wurm mit einer langsamen Besserung der Zuliefersituation. Wobei Seat weiterhin bei thermischen Antrieben bis hin zum Plug In-Hybrid bleiben wird und Cupra ab 2030 rein batterieelektrisch unterwegs sein soll. Die Funktion als Bereitsteller leistbarer Mobilität will Seat weiterhin durch die Austria-Modelle mit ansprechender Ausstattung und Preisvorteil erfüllen: Der Ibiza, mit 23,5 Prozent nach wie vor das meistgekaufte Modell der Marke, wird derzeit ab 14.990 Euro angeboten. Bis auf wenige Ausnahmen, etwa beim großen SUV Tarraco, soll die Seat Palette künftig bei etwa 130 PS enden, wogegen Cupra ab 150 PS startet und damit ein wenig weiter nach unten streckt. Erst Anfang 2024 kommt mit dem Tavascan nach dem Born das zweite E-Modell von Cupra – ungeachtet der Tatsachse, dass es sich dabei wohl um die dritte baugleiche Variante von VW ID.5 und Seat Enyaq Coupé mit an das Markenimage angepassten Design-Elementen handeln wird. Der Kombi-SUV-Crossover Terrramar mit Plug-In-Technik folgt etwa ein halbes Jahr darauf, der elektrische Kleinwagen Urban Rebel wird dagegen erst 2025 erwartet. Der in der 125er-Klasse fahrende Elektroscooter Mó wird im Frühjahr durch eine Performance-Variante ergänzt. PAB

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.