Alter Schwede: Da will einer mit aller Kraft in die Pole-Position

Motor / 13.01.2023 • 11:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sportlich geschnittene Elektrolimousine mit 408 PS.VN/Paulitsch
Sportlich geschnittene Elektrolimousine mit 408 PS.VN/Paulitsch

Mit dem Polestar 2 legt die Volvo-Elektro-Tochter einen bemerkenswerten Start hin.

Schwarzach Immer neue Elektromarken versuchen im wachsenden Markt der Batterieautos ihr Glück. Viele davon stammen aus China. Chinesisches Kapital steckt durch die Konzernmutter Geely auch hinter dem Polestar-Projekt. Design und technisches Know-how steuert mit Volvo eine europäische Premiummarke bei. Das sind schon mal beste Voraussetzungen, um ganz vorne im Feld der E-Autos mitzuspielen. Ambitionen zur Pole-Position gibt es, noch fehlt aber die Produktvielfalt. Seit Herbst 2021 gibt es mit dem Polestar 2 eine sportlich gezeichnete fünftürige Limousine am österreichischen Markt. Zahlreiche weitere Modelle sind für die nächsten Jahre in der Pipeline.

Das ganze Augenmerk liegt derzeit also auf der 4,6 Meter langen und nur 1,47 Meter hohen Elektro-Flunder. Trotz 78 kWh-Batterie im Fahrzeugboden kommt das E-Modell äußert flach daher, was für beste Lufwiderstandwerte sorgt. Die Proportionen wirken stimmig, der Schwede steht kräftig auf der Straße. Zu den wichtigsten Design-Merkmalen zählen die LED-Leuchten vorne wie hinten. Am Heck verläuft das Licht in einer markanten Rundum-Leiste. Sportliche Akzente unterstreichen die dynamischen Ambitionen.

Wir haben zum Test das Topmodell ausgefasst. Zwei Motoren an beiden Achsen treiben das gut 2,1 Tonnen schwere Gefährt spielerisch leicht an. 408 PS leistet der Polestar 2 mit Long Range Dual Motor und beschleunigt in nur 4,7 Sekunden auf Tempo 100. Da geht richtig die Post ab. Schluss ist erst bei 205 km/H. Das sportliche optische Versprechen mit breiten 20-Zoll-Rädern und den Vier-Kolben-Brembo-Bremsen (in Gold gehalten) hält der Nordländer locker. Bis zu 482 Kilometer sind laut Norm drin, 400 schaffte der Polestar 2 im Test jedenfalls locker.

Vegane Materialien

Interessante Wege geht Polestar auch im schicken Innenraum. Vegane Materialen sind sorgfältig verbaut. Dank des Android-Betriebssystem bekommt man über den 11,2-Zoll-Bildschirm Zugang etwa zu Google Assistant, Google Maps oder zum App-Store Google Play. Damit hat der Polestar beim Infotainment schon mal die Nase vorn. Abzüge gibt es nur beim Kofferraum, der recht klein ausgefallen ist. Praktisch hingegen ist der Stauraum in der Front für das Ladekabel.

Der erste reine Elektriker von Polestar ist jedenfalls ein Versprechen für die Zukunft. Da rittert eine Marke um die Pole-Position. VN-MIG

Aufgeräumtes Cockpit, vegane Materialien.VN/Paulitsch
Aufgeräumtes Cockpit, vegane Materialien.VN/Paulitsch
Thomas Hörmann lenkt die Geschicke der jungen Marke Polestar.Polestar
Thomas Hörmann lenkt die Geschicke der jungen Marke Polestar.Polestar
Markante LED-Leuchten als Blickfang. Hinten gibt es eine Rundum-Leiste.
Markante LED-Leuchten als Blickfang. Hinten gibt es eine Rundum-Leiste.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 2 E-Motoren mit 408 PS, 660 Nm, 78 kWh Akku, 482 km Reichweite, Allradantrieb

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 4,7 Sek.; Spitze 205 km/H; Verbrauch 20,2 kWh, Test: 25,5 kWh

Preis ab 53.990 Euro; Testwagen: 68.090 Euro

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