Weltpremiere des Skoda Epiq: Was der kleine Stromer kann

Motor / 21.05.2026 • 17:09 Uhr
Weltpremiere des Skoda Epiq: Was der kleine Stromer kann
SkodaWeltpremiere des Skoda Epiq in Zürich.

Mit dem Epiq will Skoda Elektromobilität in die Breite tragen. Es gibt viele Gründe, warum das auch klappen kann.

Zürich Die große Bühne gehörte diese Woche einem kleinen Hoffnungsträger: Skoda hat Zürich als Ort für die Weltpremiere des neuen elektrischen Einsteigmodells Epiq gewählt. Nachdem am Nachmittag in der Umwelt-Arena der Stadt die Hüllen gefallen waren, stand der Neuzugang Stunden später in der Spielstätte der Eishockey-Weltmeisterschaft im Scheinwerferlicht. Skoda inszeniert den Epiq wie ein Superstar. In den eigenen Reihen hat er jedenfalls das Zeug dazu. „Für uns ist der Epiq deshalb so wichtig, weil er die Elektromobilität in die Breite tragen wird. Mit ihm wollen wir die normalen Autofahrer und damit stark auch Privatkunden erreichen“, sagt Markus Stifter, Markenleiter von Skoda in Österreich im Gespräch mit den VN.

Weltpremiere des Skoda Epiq: Was der kleine Stromer kann
SkodaMit dem kleinen Elektro-SUV will Skoda stark auch Privatkunden erreichen.

Mit der Enthüllung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg von der Entwicklung auf die heimischen Straßen geschafft: Die Bestellbücher sind zu Preisen ab 26.880 Euro geöffnet. Mit rund 3000 Fahrzeugen jährlich soll der Epiq eine bedeutende Säule im Produktangebot werden und gleichzeitig den Elektrofahrzeug-Absatz des Herstellers am heimischen Markt weiter ankurbeln.

Der Epiq ist ein elektrisches City-SUV-Crossover und läuft in Barcelona vom Band. Die techische Plattform MEB+ teilt er sich mit den Konzern-Geschwistern Cupra Raval, VW ID. Polo und ID. Cross. Trotz enger Verwandtschaft setzt der Hersteller bei einzelnen Tugenden auf Eigenständigkeit. Konkret trifft das etwa auf das Platzangebot zu, das mit einem Kofferraumvolumen von 475 Litern den Rahmen des Segments sprengt.

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Beim Antrieb gibt es unterdessen kaum Unterscheidungsmerkmale. Das Angebot des VW-Konzerns sieht zwei Batterie- und drei Leistungsstufen vor. Den Einstieg machen ein 37,5-kWh-Akku mit einem 115 PS bzw. 135 PS starken E-Motor und einer elektrischen Reichweite von 310 Kilometern. Eine deutlich längere Leine hat das Topmodell mit 51,5-kWh-Batterie (netto) und 211 PS Leistung. Laut Hersteller sind damit 440 Kilometer möglich. Sehr passabel im Segment sind auch die Ladeleistungen, die im Bestfalle eine Befüllung des Akkus von 10 auf 80 Prozent in 24 Minuten versprechen.

Großer Kofferraum

Der Epiq ist mit 4,17 Metern in den Abmessungen kompakt, wirkt aber dennoch sehr erwachsen. Erstmals hat der Hersteller die neue Designsprache „Modern Solid“ vollständig umgesetzt. So wurde neu auch eine T-förmige Lichtsignatur für die SUV-Modelle von Skoda eingeführt. In Summe präsentiert sich das Design sehr stimmig und schließt an die Wertigkeit größerer Modelle an.
Gefällig ist auch der Innenraum mit einer eher minimalistischen Gestaltung, die eine intuitive Bedienung zum Ziel hat. Wesentlich ist die clevere Raumnutzung und die gewohnten Simply Clever-Features. Ungewöhnlich für das Fahrzeug-Format ist der Kofferraum mit 475 Litern Stauraum.

Weltpremiere des Skoda Epiq: Was der kleine Stromer kann
SkodaGefälliger Innenraum mit Fokus auf recycelten und tierfreien Materialien.

Beim ersten Probesitzen zeigt sich der Epiq von der großzügigen Seite. Auch in der zweiten Reihe sind die Platzverhältnisse beim neuen Einstiegsstromer sehr ordentlich. Demnächst wird der Hersteller das Angebot zudem auch am anderen Ende der Skala mit dem Siebensitzer Peaq nach oben abrunden. Mit den bereits etablierten Elektromodellen Elroq und Enyaq sowie den Neuzugängen wolle man die meisten Ansprüche an die Elektromobilität bedienen, sagt Markus Stifter. Mit dem kleinen Stromer als großen Hoffnungsträger dürften auch in Vorarlberg die Absatzzahlen hoch bleiben. Skoda ist ganz im Westen traditionell gut aufgestellt. „Wir sind hier konstant unter den Top-3. Das spricht für die große Kundenzufriedenheit“, so ein zufriedener Österreich-Chef.

Skoda Epiq

Motor/Antrieb Epiq 35, 40 mit 115 bzw. 135 PS und netto 37,5-kWh-Batterie; Epiq 55 mit 211 PS und netto 51,5-kWh-Batterie, Frontantrieb, 1-Gang-Automatik; 310 bzw. 440 Kilometer Reichweite
Preise ab 26.880 Euro (bei Finanzierung, Versicherung ab 19.980 Euro)