Sozialpartner in der Chemie ringen weiter um Gehaltsplus
Seit Donnerstagnachmittag feilschen die Sozialpartner der Chemischen Industrie in der achten Verhandlungsrunde um den Kollektivvertrag (KV) 2026. Die Verhandler von Seiten der Gewerkschaften PRO-GE und GPA und ihrem Widerpart, den Arbeitgebern vom Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO), gaben sich bisher sehr schweigsam. Basis für die Gespräche ist eine rollierende Inflation von 3,35 Prozent, der KV-Brutto-Mindestlohn liegt derzeit bei 2.477 Euro.
Während die Arbeitnehmerseite zuletzt auf eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3 Prozent pochte, verwiesen die Arbeitgeber auf Nulllohnrunden in Deutschland und boten laut Gewerkschaft 0,5 Prozent plus 300 Euro Einmalzahlung oder 2 Prozent ab Oktober 2026 bis April 2028.
230 Firmen, 50.000 Jobs
Die rund 230 Unternehmen der Chemischen Industrie mit mehr als 50.000 Beschäftigten sind unter anderem in der Produktion von Pharmazeutika, Kunststoffen und Kunststoffwaren, Fasern, Lacken, Düngemitteln oder auch organischen und anorganischen Chemikalien tätig.
Zuletzt hat sich ein Streit zwischen den Sozialpartnern entzündet, ob die bisherigen Streiks rechtlich gedeckt sind, solange der alte KV noch gilt. Die Gewerkschaft beharrt hingegen auf ihrem Streikrecht.