ÖVP bei Gemeinderatswahl in Neunkirchen auf Platz eins

Ticker / 31.05.2026 • 19:29 Uhr

Bei der Gemeinderatswahl in Neunkirchen hat die ÖVP am Sonntag hauchdünn Platz eins verteidigt. Die Volkspartei kam auf 31,69 Prozent, was laut vorläufigem Endergebnis im Vergleich zum Urnengang im Jänner 2025 ein Minus von 3,52 Prozentpunkten bedeutete. Knapp dahinter ging Rang zwei mit 31,45 Prozent (2020: 32,48 Prozent) an die SPÖ, die FPÖ verlor ebenfalls und landete mit 19,12 Prozent (2020: 23,16 Prozent) auf Rang drei.

In absoluten Zahlen kam die ÖVP auf 1.571 Stimmen, die SPÖ auf 1.559. Die beiden Parteien an der Spitze trennten also nur hauchdünne zwölf Stimmen. Platz vier ging an die von ehemaligen FPÖ-Gemeinderäten aus der Taufe gehobene Liste “Wir für Neunkirchen”, die beim erstmaligen Antritt auf 8,96 Prozent kam. Die Grünen erreichten ihr Ergebnis von 2025 – 9,16 Prozent – nicht und kamen diesmal auf 8,78 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,96 Prozent (2025: 52,24 Prozent). Die Mandatsverteilung in Neunkirchen im Vergleich mit dem Urnengang von 2025: ÖVP 12 (13), SPÖ 12 (12), FPÖ 7 (9), Liste “Wir für Neunkirchen” 3 (-), Grüne 3 (3).

Auslöser für den neuerlichen Urnengang in der niederösterreichischen Bezirksstadt war der Rückzug der Abgeordneten von SPÖ und Grünen Ende des Vorjahres. Als Gründe angeführt wurden von den beiden Parteien damals diverse politische Turbulenzen. So waren sieben FPÖ-Mandatare aus ihrer Partei ausgeschlossen worden, ÖVP-Bürgermeisterin Klaudia Osztovics war zudem zurückgetreten.

Stadtchef Teix will nun “rasch mögliche Mehrheiten” ausloten

Neunkirchens nunmehriger Stadtchef Peter Teix von der Volkspartei will nun “in Gesprächen mit allen Parteien rasch mögliche Mehrheiten” ausloten. Lob und Gratulationen gab es für den Bürgermeister von Landeshauptfrau und ÖVP-Landesparteichefin Johanna Mikl-Leitner sowie von Landesgeschäftsführer Matthias Zauner. Mikl-Leitner sprach von einem enormen Gegenwind im Wahlkampf. Das vorliegende Ergebnis zeige: “Unsere Landsleute wollen nicht die schrillen Krawallmacher, sondern die ehrlichen Arbeiter in der Verantwortung sehen.” Ähnlich äußerte sich auch Zauner, der die FPÖ als klaren Wahlverlierer erachtete. “Dieser Wahltag zeigt, dass Kommunalpolitik nicht aus Wien oder St. Pölten bestimmt werden kann.”

SPÖ-Landesparteichef Sven Hergovich und Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander orteten in einer gemeinsamen Aussendung angesichts eines “Foto-Finish um Platz eins” und des Gleichstands an Mandaten mit der ÖVP eine “sehr starke Leistung” der Sozialdemokraten. “Das Ergebnis zeigt, dass sich ein anständiger Wahlkampf mit viel Kompetenz und großem Einsatz auszahlt. Jetzt ist der Gemeinderat am Zug, um die Weichen für eine bestmögliche Entwicklung in Neunkirchen zu stellen.” Eine “positive Veränderung mit der SPÖ” würde “der Stadt guttun”.

“Die FPÖ ist weiterhin eine starke, politische Kraft in der Bezirkshauptstadt, obwohl die Ausgangslage alles andere als leicht war”, konstatierte Landesgeschäftsführer Helmut Fiedler, der für die Freiheitlichen als Spitzenkandidat ins Rennen gegangen war. Nun gelte es, “auf diesem stabilisierten Fundament und mit all den tollen Mitstreitern eine neue und starke Stadt-FPÖ aufzubauen”. Für Hikmet Arslan, den Landesgeschäftsführer der Grünen, beweist das Resultat, dass seine Partei “auch unter schwierigsten Bedingungen” Bestand habe.