“Wir wollen und Ikea will”: Alles bereit – nur ein Signal fehlt

14.01.2026 • 17:17 Uhr
"Wir wollen und Ikea will": Alles bereit – nur ein Signal fehlt
Die weitere Nutzung des leerstehenden Gebäudes ist ökologisch wie ökonomisch vernünftig. VOL/Mayer

Eigentümer, Stadt und Land sind sich einig. Doch bevor der schwedische Möbelriese Ikea in das ehemalige Kika-Haus einzieht, braucht es noch eine letzte Entscheidung.

Dornbirn Seit Monaten wird im Land darüber spekuliert, ob der schwedische Möbelkonzern Ikea im Dornbirner Messequartier das geschlossene Kika-Möbelhaus neu nutzt. Doch nach wie vor ziehen sich die Gespräche, es gibt keine Entscheidung, obwohl sich im Grunde alle einig sind. “An was das liegt? Wir wollen und Ikea will”, sagt Noch-Eigentümer Frank Albert, dessen Firma Supernova die Kika-Immobilien nach der endgültigen Schließung erworben hat und die Gebäude österreichweit neuen Nutzungen erschließt und weiterreicht.

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Der Dornbirner Vizebürgermeister und Wirtschaftsstadtrat Alexander Juen betont, dass die Stadt Dornbirn alles unternehmen will, damit der Möbelhändler das Haus übernehmen kann.

Ikea warte ebenso wie Supernova auf eine Entscheidung, vorher gibt es auch keine Stellungnahme bzw. keine offizielle Entscheidung zu der Ansiedlung, die immer wieder Thema in Vorarlberg war und durchaus bei breiten Kreisen der Bevölkerung auf Wohlwollen stößt. Die Nachnutzung durch Ikea dürfte eigentlich kein Problem sein, denn erstens werden im Gebäude genauso wie zuvor Möbel verkauft – es braucht also keine Genehmigung für den Verkauf anderer Warengruppen – und zweitens sind auch die zuständigen politischen Entscheidungsträger für die Ansiedlung des größten Möbelhändlers der Welt, der derzeit nur mit dem Planungsstudio im Messepark im Land präsent ist.

"Wir wollen und Ikea will": Alles bereit – nur ein Signal fehlt
Wirtschaftslandesrat Marco Tittler bestätigt, dass es noch Raumplanungsfragen zu klären gibt, ist aber guter Dinge, dass es bald grünes Licht für die Ansiedlung gibt. VN

Der Dornbirner Vizebürgermeister und Wirtschaftsstadtrat Alexander Juen unterstreicht, dass die Stadt die Ansiedlung ausdrücklich unterstütze. Man habe auch angeboten, den künftigen Benutzer bei allfälligen behördlichen Hindernissen zu unterstützen. Das will auch das Land Vorarlberg, wie Wirtschaftslandesrat Marco Tittler auf VN-Anfrage bestätigt. Beim derzeit noch laufenden Behördenverfahren geht es um die Raumplanung – nämlich darum, ob Ikea weitere Parkplätze braucht und wie diese schlussendlich an das Straßennetz, konkret den Messepark-Kreisverkehr, angebunden werden, ist aus dem Landhaus Bregenz zu hören. Eine Frage, die aber durchaus gelöst werden könne, sind sich mit der Angelegenheit betraute Personen sicher. Und Tittler jedenfalls will das blaugelbe Möbelhaus ebenfalls ins Land holen. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht dort wieder ein Möbelhaus eröffnen soll, wo bereits eines war.”

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Bisher ist Ikea im Land nur mit einem Planungsstudio im Messepark vertreten.Ikea

Vizebürgermeister Juen vertritt die gleiche Meinung und verweist darauf, dass im Möbelhaus Arbeitsplätze geschaffen werden und schließlich und endlich auch Kommunalsteuer für die Stadt Dornbirn generiert wird. Informationen zufolge sollen rund 150 Arbeitsplätze entstehen. Schließlich gebe es dann auch keinen Kaufkraftabfluss an die nächstgelegenen Ikea-Standorte Ulm, St. Gallen oder Innsbruck mehr, sondern im Gegenteil: “Für den süddeutschen Raum liegt Dornbirn sicher günstiger als andere Standorte”, weist er auf die verkehrsgünstige Lage mitten im Rheintal und erschlossen mit einem hochrangigen Straßennetz hin. Für allfällige Adaptionen der Verkehrsanbindung oder am Gebäude wäre nun die beste Zeit, da ja auch ab Ostern die Arbeiten für den “Messepark neu” durchgeführt werden.

Noch-Gebäude-Eigentümer Frank Albert kennt die Argumente. Nach den Beteuerungen aus Rat- und Landhaus hofft er, dass Tempo in die Sache kommt: “Ich verstehe nicht, dass das alles so lange dauert. Da kann man manchmal nur den Kopf schütteln.”