Dieses Energytech-Startup holt Weltkonzern an seine Seite

09.10.2026 • 14:39 Uhr
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Die neue Produktgruppe des Unternehmens ist für Gewerbe-, Industrie- und Kommunalgebäude wie diese Schule ausgerichtet. Im Vordergrund: der leistungsfähige EnerCube.FA

Harder Greentech-Startup-Unternehmer auf Wachstumskurs: Nach “Energiewürfeln” für Wohnbauten nimmt sein Unternehmen zusammen mit Weltkonzern nun Kurs auf Gewerbe und Industrie

Hard, Köstendorf, München Heizungstausch, das ist mit großen und teuren Umbauarbeiten verbunden. Besonders ältere Mehrfamilienhäuser umzustellen, war bislang eine Herausforderung – finanziell wie logistisch. Das war für den 27-jährigen Harder Techniker Laurenz Sutterlüty und David Riedl Anlass, sich genau dieses Themas anzunehmen. Mit großem Erfolg: Das Startup-Duo hat den “EnerCube” entwickelt, den die wichtigsten deutschen Wirtschafts- und Fachmedien als “Gamechanger” bezeichnen, der “die Energieversorgung in städtischen Bestandsgebäuden grundlegend verändern” könne.

Und in der Tat auch tut, denn Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia, der rund 600.000 Wohnungen vermietet und verwaltet, hat die Erfindung des Startups auf Herz und Nieren geprüft und setzt sie großflächig ein. Bis 2029 sollen die Energiewürfel in 1100 Wohnanlagen von Vonovia für gutes Klima sorgen. Mit einem einzigen Container von EnerCube können bis zu 50 Wohnungen umweltfreundlich geheizt oder gekühlt werden. In einem einzigen Modul vereint der Cube alle Funktionen einer modernen Heizzentrale – der Container woird außerhalb des Gebäudes installiert u braucht deshab auch nur so viel Platz wie ein PKW-Parkplatz.

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Die beiden Firmengründer, Geschäftsführer und Innovatoren David Riedl (li.) und Laurenz Sutterlüty haben volle Auftragsbücher und rechnen mit weiterer Expansion. FA/Gollackner 

Nun bringt das Salzburger Energytech EnerCube seine in einen Würfel gepackten Wärmepumpen-Heizzentralen, die nicht nur effizient sind, sondern auch deutlich schneller und mit weniger Aufwand bei Bestandsbauten einsetzbar sind, auch für große Gewerbe- und Industriebetriebe auf den Markt. Dafür hat das junge Unternehmen einen Weltkonzern ins Boot geholt. Der Harder Unternehmer und Entwickler, der zwischen seinem Wohnort Hard und dem Firmenstandort Köstendorf in Salzburg pendelt, hat eine strategische Partnerschaft mit dem japanischen Elektronikriesen Panasonic geschlossen. Wichtig sei ihm, so Sutterlüty, dass die leistungsstarken Wärmepumpen von Panasonic in Europa, konkret in Tschechien, produziert werden.

Mitarbeiterzahl verdoppelt

Die beiden Unternehmen bringen eine neue, leistungsstärkere Modellreihe der vorgefertigten Wärmepumpen-Heizzentralen auf den Markt – so stark, dass man damit jetzt auch Betriebsgebäude versorgen kann. Präsentiert wurde die Kooperation diese Woche auf der Immobilienmesse Expo Real in München, der Marktstart ist ab 2027 geplant. Den Vertrieb übernimmt Panasonic. Dass die beiden Jungunternehmer das richtige, nämlich umweltfreundliche Produkt zur richtigen Zeit entwickelt haben, wird gesehen. Sowohl im Bundesland Salzburg als auch bundesweit wurden sie mit Jungunternehmer- und Innovationspreisen ausgezeichnet. Laurenz Sutterlüty wurde in diesem Frühjahr auch bei der VN-Initiative “Köpfe von morgen” ins Scheinwerferlicht gestellt.

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Im November sollen die Bauarbeiten für die neue EnerCube-Zentrale in Köstendorf beginnen. Platz ist dort für weitere Mitarbeiter.Rendering/Goldbeck-Rhomberg, FA

Der Erfolg des EnerCubes zeigt sich auch in der Geschäftsentwicklung. Seit vergangenem Jahr wurde die Zahl der Mitarbeitenden auf derzeit 34 verdoppelt. Und das Wachstum soll weitergehen. “Wir suchen weiterhin Personal”, bestätigt Sutterlüty gegenüber SN und VN. Außerdem werde schon im November mit dem Bau eines neuen Firmensitzes in Köstendorf gegenüber dem jetzigen Standort, der gemietet ist, begonnen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant, so Sutterlüty, der sich freut, dass neben der internationalen Nachfrage auch in Österreich das Interesse an EnerCube steigt. “Im nächsten Jahr rechnen wir damit, bis zu 400 EnerCubes zu produzieren”, so Sutterlüty, der gerade von einer anstrengenden Woche bei der Immobilienmesse Expo Real in München nach Hard zurückgekehrt ist.