Klimafittes Nenzing

OP / 05.07.2022 • 15:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine Arbeitsgruppe erstellt Checklisten als Entscheidungsgrundlage.EM
Eine Arbeitsgruppe erstellt Checklisten als Entscheidungsgrundlage.EM

Gemeinde setzt Anpassungsmaßnahmen bezüglich Klimawandel um.

Klima Der Klimawandel wird zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der Temperaturanstieg lässt Gletscher schmelzen, es gibt vermehrt Trockenperioden und Naturkatastrophen. So haben die Messstationen in Bregenz und Feldkirch im Vergleich zu 1880 einen Temperaturanstieg um fast zwei Grad registriert, auch die Wassertemperatur des Bodensees steigt kontinuierlich. „Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt und gleichzeitig die letzte, die etwas dagegen tun kann“, zitiert Vizebürgermeister Herbert Greußing den früheren amerikanischen Präsidenten Barack Obama. „Noch nie in der Geschichte der Menschheit ist eine klimatische Veränderung so schnell vorangegangen, wie wir sie momentan erleben. Wir müssen gleichzeitig Maßnahmen setzen, um den CO2-Ausstoß zu verringern und andererseits Maßnahmen treffen, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.“ Nach Vorbild des KlimaKonkret-Plans des Climate Change Centre Austria wird für die Marktgemeinde Nenzing eine Klimawandelanpassungsstrategie ausgearbeitet.

Checkliste als Entscheidungshilfe

Ziel ist es, eine Checkliste und damit Entscheidungsgrundlagen zu erstellen, die sowohl für Bauprojekte als auch für die tägliche Arbeit in der Gemeinde einen Mindeststandard an Maßnahmen zur Klimawandelanpassung vorgeben. Die Verbindlichkeit soll mit einem Gemeindevertretungsbeschluss erreicht werden.

Unter der Leitung von KLAR!-Managerin Marina Fischer, Edwin Gaßner, Thomas Groß und Laura Scherer arbeitet eine Arbeitsgruppe die Inhalte der Klimawandelanpassungsstrategie aus. Beispiel Grünräume: Hier sollen bestehende Grünräume geschützt und neue geschaffen werden. Konkret bleibt beispielsweise beim neuen Familienzentrum Sidlig der Bestand an Bäumen weitgehend erhalten. Beispiel Wasser: Hier soll unter anderem die Regenwassernutzung ausgebaut werden, Brunnen im Ort erhalten und Wasser erlebbar gemacht werden. Im Bereich der Mobilität sowie beim klimagerechten Bauen wird momentan ein Maßnahmenkatalog erarbeitet. „Bis zum Herbst wird die Arbeitsgruppe ein für die Gemeindevertretung beschlussfähiges Papier ausgearbeitet haben“, berichtet Greußing. EM

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