Statt Tipi nun ein „Takka“

OP / 05.07.2022 • 15:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stolze Sieger: Josef Herzog und Nicolas Tekker mit ihrem „Takka“.EM
Stolze Sieger: Josef Herzog und Nicolas Tekker mit ihrem „Takka“.EM

Waldkindergarten Dussa bekommt neuen Innenraum.

Architektur Bislang diente ein Indianer-Tipi dem Nenzinger Waldkindergarten als Unterschlupf, dieses war jedoch immer wieder von Grünspan befallen und deshalb nicht beständig. Ziel eines Projekts, das die Marktgemeinde Nenzing gemeinsam mit dem Institut für experimentelle Architektur an der Uni Innsbruck startete, war es, einen Innenraum sowie Stauraum für die Kinder des Waldkindergartens Dussa zu schaffen. Die Studierenden zeigten dabei enormen Einsatz: So verbrachten die Studenten beispielsweise einen Tag im Waldkindergarten, um die Bedürfnisse zu erheben. „Die Aussicht, dass ihr Projekt auch umgesetzt wird, motivierte die Studenten zusätzlich“, erläuterte Architekt Gilbert Sommer, der die Gruppe gemeinsam mit den Uni-Professoren Karolin Schmidbaur und Volker Flamm fachlich begleitete, bei der Projektpräsentation.

Qualitätsvolle Räume für Kinder

„Die Entwicklung dieses Projekts war ein spannender Prozess und es war schön, den Weg von Anfang an miterleben zu können. Mir war es wichtig, dass im Waldkindergarten kein Innenraum entsteht, sondern die Arbeit im Wald unterstützt wird. Ich denke, das ist gut gelungen“, zeigte sich auch die für Bildung und Familie zuständige Mitarbeiterin der Marktgemeinde, Gerlinde Sammer, begeistert. Wichtig war den Auftraggebern dabei, qualitätsvolle Räumlichkeiten für Kinder zu entwickeln und das Lernen mit allen Sinnen zu unterstützen. Am besten setzten die Vorgaben Josef Herzog und Nikolas Tekker, die übrigens zwischenzeitlich ihren Studienabschluss in der Tasche haben, um: Die Jury-Entscheidung fiel auf ein auf den ersten Blick vielleicht etwas futuristisch wirkendes, aber sehr gut durchdachtes Projekt. Den Mittelpunkt des großteils in Holz gehaltenen „Takka“ – wie der Raum genannt wird – bildet eine Feuerstelle. „Daher auch der Name – Takka heißt aus dem Finnischen übersetzt Feuer“, lüfteten die Projektsieger auch dieses Geheimnis. Laut Edwin Gaßner vom Nenzinger Bauamt soll das Projekt noch im Herbst dieses Jahres umgesetzt werden, als Kooperationspartner konnte die Lehrlingswerkstätte der Firma Liebherr gewonnen werden. EM

Stolze Sieger: Josef Herzog und Nicolas Tekker mit ihrem „Takka“.EM
Stolze Sieger: Josef Herzog und Nicolas Tekker mit ihrem „Takka“.EM
Die Jury-Entscheidung fiel auf ein futuristisches, aber sehr gut durchdachtes Projekt. Em
Die Jury-Entscheidung fiel auf ein futuristisches, aber sehr gut durchdachtes Projekt. Em

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