Veronika Marte als Vize von Kurz nominiert

Politik / 11.06.2017 • 22:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Veronika Marte als Vize von Kurz nominiert

ÖVP-Vorstand hat vier Stellvertreter für Pateichef Sebastian Kurz aufgestellt.

wien. (VN) Beim Zusammentreffen der ÖVP-Parteiführungsriege am Sonntagabend in Wien hat der ÖVP-Vorstand drei Frauen und einen Mann als Stellvertreter des neuen Parteichefs Sebastian Kurz nominiert. Denn nach Mitterlehners Rücktritt wird nun auch die Riege der Vizeobleute ausgetauscht. Neben Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (50) werden Casinos-Vorständin Bettina Glatz-Kremsner (54), die steirische Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl (37) und die Vorarlbergerin Veronika Marte (35) aufgestellt. „Es braucht einen neuen Stil und Veränderung in der Politik“, äußerte sich Marte, Sonderschulpädagogin und Stadträtin für Familie und Jugend in Bregenz, dazu. „Mit Sebastian Kurz gibt es jetzt die einmalige Chance, das zu schaffen.“ Der Sozialbereich sei Marte ein großes Anliegen, weil sie als Sonderschulpädagogin arbeite.

„Sehr engagiert“

Landeshauptmann Markus Wallner (49) beschreibt Marte als sehr engagierte junge Frau. „Ich finde es gut, dass mit ihr auch eine österreichweit eher Unbekannte nun in diese Position kommt.“ Marte werde sicher auch in der Landespartei eine Rolle spielen, meint Wallner.

Gewählt werden Kurz und seine neuen Stellvertreter beim Parteitag am 1. Juli in Linz. Dort sollen auch die für die Bedingungen von Sebastian Kurz nötigen statutarischen Änderungen beschlossen werden. Den Antrag dafür wird der Parteivorstand an den Parteitag stellen.

Durch die Änderungen der Parteistatuten wird Kurz ermöglicht, die Bundesliste der ÖVP ohne Zustimmung des Parteivorstands zu besetzen. Außerdem erhält der Parteichef ein Vetorecht gegen die Kandidatenlisten der Landesparteien für die Nationalratswahl. Generalsekretäre und Geschäftsführer der Partei kann Kurz im Alleingang bestellen und er soll „freie Hand“ für Regierungsverhandlungen und -team erhalten. Kurz hatte die Statutenänderungen als Bedingungen für seinen Wechsel an die Parteispitze genannt.

„Wir wollen auch die Vorzugsstimmen ändern und damit das Persönlichkeitswahlreicht stärken“, informiert Wallner. Damit könne es ein bisschen einfacher gemacht werden, „nach vorne zu kommen. Gesetzlich braucht man in einer Regionalparteiliste 14 Prozent der Stimmen seiner Partei, und dann noch eine mehr als der Vordermann, um vorrücken zu können“, führt Wallner weiter aus. „Diese Grenze wollen wir auf sieben Prozent halbieren.“

Es braucht einen neuen Stil und Veränderung in der Politik.

Veronika Marte

Zur Person

Veronika Marte

Geboren: 21. Februar 1982

Ausbildung: Matura, Kolleg HAK Bre- genz, Pädak Feldkirch, jetzt Lehrerin

Politische Laufbahn: u. a. ÖVP-Stadtvertreterin Bregenz, stv. Landesobfrau der JVP, Vorsitzende Familienbund