Karfreitag wird für Vorarlberger Landesbedienstete ein halber Feiertag

Politik / 02.04.2019 • 20:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vorarlberger Landesbedienstete werden wie bisher am Karfreitag ab Mittag frei haben. Neu ist, dass  auch Protestanten, Altkatholiken und Methodisten  zur Arbeit kommen müssen. APA
Vorarlberger Landesbedienstete werden wie bisher am Karfreitag ab Mittag frei haben. Neu ist, dass auch Protestanten, Altkatholiken und Methodisten zur Arbeit kommen müssen. APA

Der Landtag beschließt am Mittwoch eine neue Karfreitagsregel.

Birgit Entner-Gerhold

Wien Wenn die Uhrzeiger am 19. April auf 13 Uhr stehen, werden die Landesbediensteten ihre Taschen packen und ins Osterwochenende starten. Das war schon bisher so und das soll auch so bleiben, wie den VN im Büro von Landeshauptmann Markus Wallner bestätigt wird. Der Landtag werde das entsprechende Gesetz am Mittwoch mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Neu ist allerdings, dass auch Protestanten, Altkatholiken und Methodisten am Karfreitag zur Arbeit kommen müssen. Sie verlieren die erste Hälfte ihres Feiertags. Ihnen stehe wie allen anderen auch der auf Bundesebene beschlossene persönliche Feiertag zu. ÖVP und FPÖ haben dafür einen Rechtsanspruch geschaffen. Müssen Dienstnehmer also an ihrem persönlichen Feiertag trotzdem arbeiten, sind ihnen die entsprechenden Zuschläge zu zahlen. Einen zusätzlichen Urlaubstag gibt es für den persönlichen Feiertag aber nicht.

Hintergrund des anstehenden Landtagsbeschlusses ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Im Kern besagte diese, dass am Karfreitag entweder alle oder niemand frei haben darf. Gäbe es auf Landesebene keine Gesetzesänderung, hätten am Karfreitag, dem 19. April, alle Bediensteten frei. Dies soll wie bisher aber lediglich ab 13 Uhr der Fall sein, wie bei den Bundesbediensteten. Für sie beginnt das lange Osterwochenende auch schon am Mittag.