Grüne lassen bei Landesgrünzone nicht locker

Politik / 23.04.2019 • 06:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nina Tomaselli übt als Raumplanungssprecherin der Grünen Kritik an der Gemeinde Fußach und lobt das Kompensationsangebot der Marktgemeinde Nenzing. VN

Vorarlbergs Grüne lassen bei der Landesgrünzone nicht locker und fordern einheitliches Kompensationsmodell für Herausnahme.

Bregenz Am 3. Mai steht eine Sitzung des Raumplanungsbeirates am Programm. Auf der Tagesordnung stehen zwei Grünzonenverordnungen, sprich zwei Herausnahmen von Flächen für die Unternehmen Hydro Extrusion in Nenzing und Alpla in Fußach. Als Raumplanungssprecherin der Grünen übt Nina Tomaselli an der Herausnahme für Alpla Kritik. „Zwei verschiedene Umwidmungsbegehren in die Landesgrünzone, zwei verschiedene Vorgehensweisen, was die Kompensation anbelangt.“ So fasst Tomaselli die Tagesordnung zusammen. „Nenzing kompensiert flächenmäßig die Herausnahme aus der Landesgrünzone, Fußach nicht. Das ist ein Beleg dafür, dass es dringend ein transparentes und einheitliches Kompensationsmodell zum Umgang mit der Landesgrünzone braucht.“ In Nenzing gehe es um 9000 und in Fußach um 37.000 Quadratmeter. „Es freut uns, dass Nenzing entsprechenden Ersatz für die Landesgrünzone einbringt. In Fußach ist das leider nicht der Fall.“ Ärgerlich sei dies vor allem deshalb, weil Fußach laut einer Studie des Landes noch über 76.000 Quadratmeter potenziell bestens geeignete Flächen für die Landesgrünzone verfüge. Der Wunsch nach Betriebserweiterung sei in beiden Fällen nachvollziehbar. „Es braucht aber klare Regeln bei Umwidmungen und eine eindeutige Kompensation.“

„Der Wunsch nach Betriebserweiterungen ist nachvollziehbar. Wir brauchen aber klare Regeln bei Umwidmungen und ein eindeutiges Kompensationsmodell.“

Nina Tomaselli, Raumplanungssprecherin der Grünen