Schafft Strache den Einzug ins EU-Parlament? Bereits über 22.000 Vorzugsstimmen

Politik / 27.05.2019 • 13:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Der abgetretene Vizekanzler Heinz Christian Strache könnte mit einem guten Vorzugsstimmenergebnis ins EU-Parlament einziehen. Strache hat am Sonntag nämlich am letzten Listenplatz der FPÖ kandidiert und Stand Montagmittag waren in Wien, Niederösterreich und Salzburg bereits mehr als 22.000 Vorzugsstimmen für ihn ausgezählt. Für ein Direktmandat wären 33.000 nötig.

Grundsätzlich gilt: Wer mehr als fünf Prozent der Wähler seiner Partei zu einer Vorzugsstimme motivieren kann, wird auf der Kandidatenliste vorgereiht. Strache ist am 42. Listenplatz der FPÖ angetreten – eine nicht unübliche Solidaritätskandidatur, die er wegen des knappen Fristenlaufs nach seinem Rücktritt nicht mehr rückgängig machen konnte. Nicht bekannt ist bisher, ob Strache ein Vorzugsstimmenmandat annehmen würde.

Endgültig vorliegen wird das offizielle Vorzugsstimmenergebnis für die EU-Wahl erst Dienstag oder Mittwoch. Stand Montagmittag hatte Strache aber bereits über 22.000 Stimmen auf sich vereint – und zwar alleine in Wien, Niederösterreich und Salzburg und auch hier noch ohne Briefwahlstimmen.

Blauer Vorzugsstimmenkaiser ist in diesen drei Ländern bisher zwar Spitzenkandidat Harald Vilimsky mit rund 25.500. Schafft Strache aber die Fünf-Prozent-Hürde, würde er hinter Vilimsky gereiht. Das brächte die Listendritte, die Abgeordnete Petra Steger, um den Wechsel ins EU-Parlament. Die FPÖ-Riege wäre dann rein männlich, mit Vilimsky, Strache und Georg Mayer. Die FPÖ hat nämlich bei der Wahl eines ihrer bisher vier Mandate eingebüßt.