Causa Casinos: Sidlo muss gehen

Politik / 02.12.2019 • 13:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Entscheidung sei wegen drohender Reputationsschäden für die Casinos Austria, also zur Sicherung des guten Rufs des Unternehmens, getroffen worden.

Wien Der Aufsichtsrat der Casinos Austria hat am Montag in einer außerordentlichen Sitzung entschieden, dass Finanzvorstand Peter Sidlo abberufen wird. Das geht aus übereinstimmenden Informationen der APA und anderer Medien hervor. Dabei sei der interne Untersuchungsbericht positiv ausgefallen, der Bestellungsvorgang Sidlos sei darin für in Ordnung befunden worden.

Die Entscheidung sei daher auch nicht wegen Verfehlungen bei der Bestellung, sondern wegen drohender Reputationsschäden für die Casinos Austria, also zur Sicherung des guten Rufs des Unternehmens, getroffen worden, hieß es zur APA. Daher werde man nun vermutlich mit Sidlo über die genauen Bedingungen der Vertragsauflösung verhandeln müssen. Aus Sicht des Unternehmens heißt die Abberufung „aus wichtigem Grund“, dass Sidlo mit sofortiger Wirkung und ohne weitere Ansprüche ausscheidet.

Der Aufsichtsrat hat „mit sofortiger Wirkung die vorzeitige Abberufung von Peter Sidlo und die Beendigung seines Vorstandsvertrages mit großer Mehrheit beschlossen“, teilten die Casinos Austria mit. Die Entscheidung sei „zum Wohle des Unternehmens“ gefallen, wobei Umstände „nach der Bestellung Sidlos“ entscheidend waren. Diese seien daher auch nicht Gegenstand der internen Untersuchung gewesen.

Denn die heute dem außerordentlichen Aufsichtsrat vorgelegte interne Untersuchung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich der Aufsichtsrat nicht nur bei der Trennung von den Vorständen Alexander Labak und Dietmar Hoscher, sondern auch bei der Vorstands-Bestellung von Peter Sidlo, insbesondere vor dem Hintergrund einer damals vorgelegenen gutachterlichen Stellungnahme der Rechtsanwaltkanzlei CMS, „im Rahmen des vorhandenen Ermessensspielraums korrekt verhalten hat“.