Schramböck: Vorarlberger Schutzmasken für Österreich

Politik / 04.04.2020 • 09:39 Uhr

Um 10.00 Uhr informierte Wirtschaftsministerin Schramböck über die Situation bei der Anschaffung von Schutzmasken.

Angekündigt war ursprünglich für diese Zeit Innenminister Karl Nehammer und Frauenministerin Susanne Raab mit aktuellen Zahlen zur häuslicher Gewalt und eine neue Info-Offensive.

Stattdessen stellte Wirtschaftministerin Margarete Schramböck die in Vorarlberg produzierten Schutzmasken vor. Diese entsprechen der Schutzklasse FFP2 und sind damit für den Krankenhausgebrauch verwendbar und werden über das Rote Kreuz an diese ausgegeben. Derzeit werden in Vorarlberg täglich 15.000 Stück hergestellt. In den nächsten Tagen soll die Produktion durch eine Ausweitung auf ganz Österreich auf 100.000 und dann auf 500.000 Stück pro Tag hochgefahren werden. Auf vier Wochen benötige Österreich 12 Millionen Masken.

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Allerdings würden dazu mehrere Hundert Näherinnen gesucht. Die neue Maske halte 95 Prozent aller Viren ab und sei daher FFP2-zertifiziert. Sie schütze damit auch den Träger vor einer Ansteckung – anders als der Mund-Nasen-Schutz, der seit Mittwoch in österreichischen Geschäften am Eingang an die Kunden ausgeteilt wird.

Laut Schramböck ist die Produktion von Schutzmasken vor Ort wichtig, da die Qualität auf dem Weltmarkt teilweise sehr unterschiedlich sei. Schramböck betonte diesbezüglich auch, dass das Coronavirus ein “Weckruf für Gesamteuropa” sei. “Nämlich ein Weckruf, dass wir wieder mehr in Europa produzieren sollten, auch in der Pharma-Industrie.”