Vorarlbergs Nachbarn bleiben zurückhaltender

Politik / 03.03.2021 • 09:00 Uhr
Vorarlbergs Nachbarn bleiben zurückhaltender
Für weitere Öffnungsschritte hat der Schweizer Bundesrat strenge Kriterien festgelegt. RTS

Schweiz und Deutschland zögern bezüglich Öffnung der Gastronomie.

Schwarzach Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche in ganz Österreich lag am Dienstag bei 161. Gegenüber den beiden Tagen davor war sie damit unverändert. Die Unterschiede nach Bundesländern sind jedoch ebenso groß wie die Trends: Salzburg verzeichnete zuletzt einen starken Anstieg auf 203. Das ist der höchste Wert bundesweit.

Geringste Werte

Für Vorarlberg wies die Gesundheitsagentur AGES hingegen kleinere Veränderungen und mit nunmehr 74 auch den niedrigsten Wert aus. Daher soll es hier Mitte März regional begrenzte Lockerungen geben. Alle umliegenden Regionen in Deutschland und in der Schweiz weisen zwar noch niedrigere Inzidenzwerte aus, mit Lockerungen ist man jedoch zurückhaltender.

Strenge Vorgaben

Im eidgenössischen Kanton St. Gallen (70) ist es Restaurants seit Montag erlaubt, von elf bis 14 Uhr zu öffnen, um vorangemeldete Arbeiter zu verköstigen. Für weitere Öffnungsschritte hat der Bundesrat in Bern strenge Kriterien definiert. Zum einen müsste es bis Mitte März weniger Neuinfektionen als heute geben; derzeit geht es eher in die andere Richtung. Außerdem sollen schweizweit höchstens 250 Corona-Patienten auf der Intensivstation sein.

In Deutschland wird Kanzlerin Angela Merkel heute, Mittwoch, mit Ländervertreten über die weitere Vorgangsweise beraten. Die Außengastronomie könnte Meldungen zufolge erst dann öffnen, wenn die Inzidenz unter 35 liegt. Davon sind selbst die benachbarten Landkrise weit entfernt, die vergleichsweise gut dastehen: Lindau mit 62, Oberallgäu mit 56 und Ravensburg mit 49.