Zwei weitere Südafrika-Fälle in Vorarlberg festgestellt

Politik / 03.03.2021 • 18:55 Uhr
Zwei weitere Südafrika-Fälle in Vorarlberg festgestellt
Vorerst keine Gäste: Die Schweizer Regierung will restriktiv bleiben. AFP

Nachbarn sind bei Öffnungsschritten in der Gastronomie zurückhaltender.

Bregenz Gemessen an der Bevölkerung weist Vorarlberg zurzeit die wenigsten Infektionen in Österreich, aber  überdurchschnittlich viele im Bodenseeraum auf. Das ist den Daten der Gesundheitsbehörden zu entnehmen. In der Umgebung bleibt man trotzdem zurückhaltender, was weitere Öffnungsschritte in der Gastronomie betrifft. Nach einem leichten Anstieg der bestätigten Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche hat sich diese Inzidenz in Vorarlberg in den vergangenen Tagen bei etwas mehr als 70 stabilisiert; gestern belief sie sich auf 74.  Österreichweit ist sie bei weiter steigender Tendenz mit 166 mehr als doppelt so hoch, in Salzburg (205) und Niederösterreich (207) sogar fast drei Mal höher. Zu schaffen macht dort die Ausbreitung von Mutationen. Sie machen aber auch vor Vorarlberg nicht Halt. Wie das Land am Mittwoch mitteilte, sind aus den Sequenzierungen zwei weitere Fälle der zunächst in Südafrika festgestellten Virusvariation hervorgegangen. Sie stünden im Zusammenhang mit den bereits bekannten zwei Fällen.

Die günstige Lage im Bundesländer-Vergleich soll Vorarlberg erste Öffnungsschritte in der Gastronomie ab Mitte März ermöglichen. In der Nachbarschaft ist man zurückhaltender. Dabei ist die Inzidenz dort meist etwas niedriger. Im Kanton St. Gallen beträgt sie beispielsweise rund 70, im Kanton Graubünden bewegt sie sich Richtung 60. Der Regierung in Bern will jedoch restriktiv bleiben. Voraussetzung für eine Öffnung von Cafés und Restaurants in Freibereichen soll demnach sein, dass es in knapp zwei Wochen nicht mehr Infektionen gibt als am 1. März. Dem Parlament geht das viel zu weit. Der Nationalrat drängt auf eine fixe Lockerung mit 22. März. Beschlossen wurde das nur in Form einer Erklärung, die für die Regierung nicht bindend ist.

In St. Gallen hat man Gastronomiebetrieben diese Woche die Tür zumindest einen Spalt breit aufgemacht: Mit einer entsprechenden Genehmigung dürfen sie in der Mittagszeit öffnen, um angemeldeten Handwerkern, Monteuren und Bauarbeitern als Kantine zu dienen. In Liechtenstein orientiert man sich bei Corona-Maßnahmen grundsätzlich an der Schweiz. Aktuell beträgt dort die Inzidenz 62.