Das gilt in Sachen Sperrstunde und Events

Politik / 05.02.2022 • 04:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das gilt in Sachen Sperrstunde und Events
Lokale können wieder länger besucht werden. APA

Erste Lockerungsstufe tritt heute in Kraft.

SCHWARZACH „Letzte Runde“ heißt es seit heute wieder ein wenig später. Die Sperrstunde ist zwei Stunden nach hinten gerückt. In den Lokalen ist nun nicht mehr um 22, sondern um 24 Uhr Schluss. Dazu kommen Erleichterungen bei Veranstaltungen. Das sieht die erste Stufe der Corona-Lockerungen vor. Kommende Woche fällt die 2G-Pflicht im Handel.

Kleiner Umsatzschub erwartet

Gastronom Marcel Lerch, der mehrere Lokale betreibt und vor kurzem das „TacoTaco-Food&Drinks“ in Lustenau eröffnet hat, begrüßt die spätere Sperrstunde und erwartet sich zumindest einen kleinen Umsatzschub. Ähnlich sieht das Heike Kaufmann vom Spielboden in Dornbirn. Was den dortigen Veranstaltungsbereich angeht, glaubt sie in der Praxis hingegen nicht wirklich an eine Erleichterung. Immerhin sei oft erst kurz vor Beginn klar, wie viele Gäste kommen.

Die Personenhöchstgrenze bei Events ohne zugewiesene Sitzplätze liegt jedenfalls nicht mehr bei 25, sondern bei 50 Personen. Auch in der Jugendarbeit und bei Ferienlagern sind wieder maximal 50 Teilnehmer und acht Betreuer möglich. Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen bleibt die Zahl der zugelassenen Gäste mit 2000 gleich. Dafür gilt nur noch 2G. Zuvor musste zusätzlich ein negatives PCR-Testergebnis vorgezeigt werden.

Wien geht eigenen Weg

Weitere Lockerungen sind ab 19. Februar geplant. Dann soll die 2G-Pflicht im Handel fallen. Auch in Museen soll 2G der Vergangenheit angehören. In der Woche kommt die nächste Stufe: Dann dürfen auch getestete Menschen wieder ein Gasthaus besuchen oder in einem Hotel einchecken. Sie brauchen einen negativen PCR-Test (maximal 48 Stunden gültig), zur Not reicht ein Antigentest. Nur die Bundeshauptstadt schert aus. Wien werde die 2G-Regel in der Gastronomie beibehalten, da das Maskentragen dort nicht so gut möglich sei wie in anderen Bereichen, kündigte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) an. Die 3G-Regel gilt ab 19. Februar auch im Veranstaltungsbereich.

Magdalena Raos, Matthias Rauch

Statements

<span class="copyright">Marion Hofer</span>
Marion Hofer

“Die neue Sperrstundenregelung ist sicher eine Erleichterung. Wir erwarten uns zumindest einen kleinen Umsatzschub, da die Menschen länger in den Lokalen bleiben können. Es werden vielleicht nicht gerade 20 oder 30, aber mit zehn Prozent kann man schon rechnen. Auch dass zukünftig wieder die 3G-Regel gelten soll, ist ein Vorteil, da derzeit einige Gäste wegbleiben, die sich nicht impfen lassen wollen. Es sind aber sicher nicht übermäßig viele.”

Marcel Lech, mehrere Lokale, darunter TacoTaco und Pizzeria Azurra in Lustenau und das Neptun in Bregenz

<span class="copyright">Spielboden</span>
Spielboden

“Mit der Vorgabe, dass man erst ab 50 Besuchern eine Sitzplatzzuweisung benötigt, ist uns in der Praxis nicht wirklich geholfen. Wir wissen oft erst kurz vor Veranstaltungsbeginn, wie viele tatsächlich kommen. Wir sind daher gezwungen, von Anfang an Sitzplätze zuzuweisen. Die Sperrstunde um 24 Uhr ist zumindest eine kleine Erleichterung. So können die Besucher nach der Veranstaltung gemeinsam etwas trinken.”

Heike Kaufmann, Spielboden Dornbirn