Karmasin-Festnahme: Neue Vorwürfe der WKStA aufgetaucht

Politik / 03.03.2022 • 22:53 Uhr
Sophie Karmasin ist am Mittwochnachmittag festgenommen worden. APA/Hochmuth
Sophie Karmasin ist am Mittwochnachmittag festgenommen worden. APA/Hochmuth

Wien Die Meinungsforscherin und frühere ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin ist festgenommen worden. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bestätigte am Donnerstag per Presseaussendung lediglich “die Festnahme einer Person wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr”.

“Falter”-Chefredakteur Florian Klenk veröffentlichte am Donnerstagnachmittag die Festnahmeanordnung der WKStA auf Twitter, aus der sich – losgelöst von der ÖVP-Affäre – eine neue Verdachtslage gegen die Ex-Politikerin ergab. In der Festnahmeanordnung wird Karmasin “Urheberin und maßgebliche Ideengeberin sowohl hinsichtlich der ‘Entwicklung’ des ‘Beinschab-Österreich-Tools'”, das in der ÖVP-Affäre eine wesentliche Rolle spielt, aber auch zu “neu hervorgekommenen Preisabsprachen” bezeichnet. Karmasins strafbare Handlungen hätten sich demnach über mehr als fünf Jahre erstreckt. Sie sei “federführend” daran beteiligt gewesen und habe mit Umgehungsvereinbarungen und Verschleierungsgeschäften zum eigenen Vorteil und zum Nachteil vor allem der Republik Österreich Straftaten mit einem erheblichen Unrechtswert begangen.