Separatisten randalieren in mehreren korsischen Städten

Politik / 10.03.2022 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vor dem Verwaltungsgebäude in der Inselhauptstadt Ajaccio warfen die Demonstranten mit Brandbomben und Steinen auf Polizisten. AFP
Vor dem Verwaltungsgebäude in der Inselhauptstadt Ajaccio warfen die Demonstranten mit Brandbomben und Steinen auf Polizisten. AFP

Ajaccio Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika gibt es seit rund einer Woche Demonstrationen und Ausschreitungen, nachdem der korsische Separatist Yvan Colonna im Gefängnis im südfranzösischen Arles von einem Mitgefangenen angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden war. Der 61-jährige Colonna, der wegen des Mordes am Präfekten von Korsika 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, befindet sich im Koma. Demonstranten werfen den französischen Behörden vor, Colonna entgegen dessen Bitte nicht in ein Gefängnis auf Korsika verlegt zu haben.

Am Mittwochabend ist es erneut zu schweren Ausschreitungen in mehreren Städten gekommen. In Bastia im Norden der Insel wurden 23 Polizisten, mindestens drei Demonstranten sowie ein Fotojournalist verletzt, wie die Präfektur der Region Haute-Corse mitteilte. Gewalttätige Demonstranten hätten Polizisten am Präfekturgebäude der Stadt unter anderem mit 95 Molotow-Cocktails angegriffen, hieß es. In der Inselhauptstadt Ajaccio im Süden der Insel griffen Demonstranten nach Angaben der dortigen Präfektur ebenfalls die Polizei vor dem Verwaltungsgebäude unter anderem mit Brandbomben und Steinen an. Die Polizei habe Tränengas und Schockgranaten eingesetzt. Die Behörden meldeten mindestens vier Verletzte. 

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