Massive Kritik an drohenden Schließungen von Kleinschulen in Vorarlberg

Politik / 03.09.2022 • 05:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Wald am Arlberg halfen bei der Lehrersuche mit - voraussichtlich vergeblich. <span class="copyright">Burtscher/VS WALD</span>
Auch die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Wald am Arlberg halfen bei der Lehrersuche mit - voraussichtlich vergeblich. Burtscher/VS WALD

Es fehlt noch an Personal. SPÖ und Neos orten Missmanagement.

Schwarzach Die Bildungspolitik habe auf ganzer Linie versagt, empört sich die geschäftsführende SPÖ-Klubobfrau Manuela Auer angesichts der Nachricht, dass zwei Kleinschulen in Vorarlberg auf Grund des Lehrermangels kurz vor der Schließung stehen. „Dass knapp eine Woche vor Schulbeginn noch immer nicht genug Lehrpersonal gefunden wurde, ist eine Zumutung für die betroffenen Schulen, die Eltern und die Kinder.“ Insgesamt sind im Land noch über 20 Lehrstellen im Pflichtschulbereich unbesetzt, rund die Hälfte davon als Vollzeitstelle. Das geht aus der Ausschreibung der Bildungsdirektion hervor. Wie viele der Stellen noch besetzt werden können, ist unklar. Konkrete Zahlen gebe es am Dienstag, kündigten Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink und die Bildungsdirektion auf VN-Anfrage an.

Manuela Auer spricht von einer Zumutung. <span class="copyright">VN</span>
Manuela Auer spricht von einer Zumutung. VN

Für den Dalaaser Bürgermeister Martin Burtscher ist das zu spät. Er will die Eltern früher informieren, ob die Volksschule in Wald am Arlberg noch Hoffnung hat – optimistisch ist er aber nicht. Auch die Volksschule in Partenen steht mangels Personal vor der vorübergehenden Stilllegung.

Sabine Scheffknecht ortet Managementversagen. <span class="copyright">VN</span>
Sabine Scheffknecht ortet Managementversagen. VN

„Das ist ein absolutes Managementversagen der Landesstatthalterin kombiniert mit einer – wieder einmal – miserablen Kommunikation“, schließt sich auch Neos-Klubobfrau Sabine Scheffknecht der Kritik an. „Dass die Bürgermeister jetzt Alarm schlagen, ist verständlich und längst überfällig. Eltern und Kinder dermaßen im Dunkeln und damit im Stich zu lassen, ist unerträglich.”

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