Unterwasseraufnahmen zeigen 50-Meter-Loch in Pipeline

Politik / 18.10.2022 • 22:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Viele Zeichen der Beschädigung.
Viele Zeichen der Beschädigung.

STockholm Die Explosionen an Nord Stream 1 haben laut der schwedischen Boulevardzeitung „Expressen“ ein riesiges Loch in die Pipeline gerissen. Unterwasseraufnahmen, die die Zeitung nach eigenen Angaben von den Schäden gemacht hat, zeigen demnach, dass ein mindestens 50 Meter langer Abschnitt einer Gasleitung in 80 Meter Tiefe fehlt. An einigen Stellen der Leitung sei das Metall außerdem stark verformt, an anderen gebe es Risse und scharfe Kanten, schrieb „Expressen“ am Dienstag. „Nur extreme Kraft kann so dickes Metall auf diese Weise verbiegen“, sagte Trond Larsen von der Firma Blueeye Robotics, der die Unterwasserkamera für die Zeitung gelenkt hat. Die schwedischen Behörden haben die beschädigten Nord-Stream-Leitungen in schwedischer Wirtschaftszone bereits untersucht und Beweismaterial gesichert. In Dänemark bestätigte die Polizei am Dienstag, dass die Schäden an den Nord-Stream-Leitungen in dänischer Wirtschaftszone laut ihren Untersuchungen durch „kräftige Explosionen“ entstanden seien. 

Ende September waren nach Explosionen in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm vier Lecks in den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 entdeckt worden, jeweils zwei in den Wirtschaftszonen Dänemarks und Schwedens. Es wird Sabotage hinter den Lecks vermutet.

Ein Krater im Meeresboden.
Ein Krater im Meeresboden.
Hier ist das Loch zum Rohr von Nordstream 1 in der Ostsee zu erkennen.Trond Larsen/Expressen
Hier ist das Loch zum Rohr von Nordstream 1 in der Ostsee zu erkennen.Trond Larsen/Expressen

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