Fake-News: Vranitzky hat “nichts vom Tod verspürt”

Politik / 01.12.2022 • 13:10 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Der ehemalige SPÖ-Kanzler Franz Vranitzky am 27. März 2022 anlässlich einer Veranstaltung zum Thema "Ein Land. Eine gemeinsame Zukunft" - Aktuelle Entwicklungen in Österreich und Europa", in Wien.  <span class="copyright">APA/TOBIAS STEINMAURER</span>
Der ehemalige SPÖ-Kanzler Franz Vranitzky am 27. März 2022 anlässlich einer Veranstaltung zum Thema "Ein Land. Eine gemeinsame Zukunft" - Aktuelle Entwicklungen in Österreich und Europa", in Wien. APA/TOBIAS STEINMAURER

Italiener Debendetti wollte mit falscher Todesnachricht zeigen, “worauf die Leute in sozialen Medien hereinfallen”

Wien Altkanzler Franz Vranitzky (SPÖ) hat die am Dienstag über Twitter verbreitete Falschmeldung über seinen Tod gelassen aufgenommen. “Ich habe an den amerikanischen Schriftsteller Mark Twain gedacht, der sagte: Die Nachrichten zu meinem Tod sind reiflich übertrieben”, sagt er zum “Kurier”. Er sei überrascht gewesen, denn schließlich “habe ich nichts von meinem Tod verspürt”.

Im Sozialausschuss des Nationalrats war am Dienstag eine Trauerminute für Vranitzy abgehalten worden, weil SPÖ-Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek einer Fake-Nachricht aufgesessen war. Der Altkanzler ließ daraufhin über das Bruno-Kreisky-Forum – dessen Gründungs- und Ehrenpräsident er ist – ausrichten, dass die Nachricht von seinem Tod ein Gerücht ist. Über die Verbreitung der Falschmeldung durch Heinisch-Hosek hat er sich nicht geärgert, das falle für ihn in die Kategorie “Irrtum”, sagte Vranitzky laut einem Online-Bericht des “Kurier” am Donnerstag.

Hinter dem Fake-Account steckt der Italiener Tommaso Debenedetti, der online schon zahlreiche Persönlichkeiten – etwa den syrischen Diktator Bashar al-Assad, Papst Benedikt oder Peter Handke – virtuell totgesagt hat. Diesmal versteckte er sich hinter einem gefälschten Twitter-Konto, mit dem er sich als Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) ausgab. Diesen Account hat er mittlerweile wieder geschlossen, erklärte Debenedetti gegenüber “krone.at”. Ihm gehe es darum, zu zeigen, “worauf die Leute in den sozialen Medien hereinfallen”.

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