Geschäfte im Iran folgen Generalstreik

Politik / 05.12.2022 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Seit Beginn der Proteste im Iran gab es zahlreiche Tote und Verletzte.AP
Seit Beginn der Proteste im Iran gab es zahlreiche Tote und Verletzte.AP

In Teheran gingen am Montag die Proteste weiter.

Teheran Zahlreiche Geschäftsleute in iranischen Städten haben am Montag ihre Läden geschlossen gehalten und sind damit offenbar einem Aufruf der Protestbewegung zu einem dreitägigen Generalstreik gefolgt. Zeugen berichteten zudem von einer massiven Präsenz der Basij-Miliz im Zentrum Teherans. Der Twitter-Account 1500tasvir mit 380.000 Folgenden, der die Proteste eng begleitet, zeigte Videos, auf denen geschlossene Geschäfte in Innenstädten zu sehen waren, wie etwa auf dem Basar in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten wie Karaj, Isfahan und Schiraz. 

Entzündet hatten sich die Proteste am Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Kurdin war am 16. September in Polizeigewahrsam gestorben. Die sogenannte Sittenpolizei hatte sie festgenommen, weil sie ihr Kopftuch nicht ordnungsgemäß getragen haben soll. Hunderte Menschen sind bei den Protesten seitdem ums Leben gekommen.

Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Mohammed Jafar Montazeri vom Wochenende wurde die Sittenpolizei mittlerweile aufgelöst, offenbar um weitere Proteste zu vermeiden.

Die Justizbehörde werde sich jedoch weiterhin mit dieser gesellschaftlichen Herausforderung auseinandersetzen, so Montazeri. Zuständig für die Sittenpolizei ist das Innenministerium, von dem es keine Stellungnahme gab.

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