Hinter den Kulissen: Zittern vor Andrea Kaufmann

Politik / 02.02.2024 • 11:35 Uhr
Mit 54 Jahren traut man Andrea Kaufmann viel zu, aber kaum die Frühpension. <span class="copyright">VN</span>
Mit 54 Jahren traut man Andrea Kaufmann viel zu, aber kaum die Frühpension. VN

Was macht Andrea Kaufmann in Zukunft? Nicht nur im Landhaus wird darüber gerätselt.

Rätselraten Um es in der Vorarlberger ÖVP als Frau so weit zu bringen, muss man bekanntlich doppelte Ellenbogenmentalität mitbringen. Die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (54, ÖVP) besitzt davon bekanntlich eine Menge.

Sie war bereits Landesrätin, ist Bürgermeisterin der größten Stadt des Landes, Präsidentin des Gemeindeverbands und übergangsmäßig sogar des österreichischen Gemeindebunds. Kürzlich ließ sie allerdings eine Bombe platzen: Sie wird im Frühjahr 2025 nicht mehr für das Amt als Bürgermeisterin kandidieren. In der Politik hat großes Rätselraten begonnen: Warum tut sie das? Selbst innerhalb der eigenen Partei wissen nur wenige Bescheid. Manche zittern.

Denn Kaufmanns Name fällt immer wieder, wenn es um die Frage geht, wer Landeshauptmann Markus Wallner (56, ÖVP) nachfolgen könnte, sollte er die Landtagswahl verlieren. Schon, als Wallner im Zuge der Wirtschaftsbundaffäre Krankenstand genommen hatte, stand Kaufmann auf der Liste der Nachfolgespekulationen an erster Stelle. Im Landhaus fürchten jedenfalls einige eine mögliche Nachfolge. Kaufmann hat sich nicht nur Freunde in der Partei gemacht. Als harte Verhandlerin der Gemeinden bekannt, dürfte sie es sich mit dem ein oder anderen Regierungsmitglied verscherzt haben, zum Beispiel mit Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink (63, ÖVP), die einer weiteren Amtszeit nicht abgeneigt sei, heißt es im Landhaus. Zudem gilt Kaufmann als strenge und fordernde Chefin. Nicht alle Verwaltungsmitarbeiter hätten ihre Freude mit ihr als Landeshauptfrau.