So will die FPÖ 2024 in die Landesregierung

Mit diesem Donnerstag eröffneten die Freiheitlichen den Wahlkampf zur Landtagswahl im Oktober. Das Motto: Vorarlberg im Herzen.
Feldkirch Mit “Vorarlberg im Herzen” will Christof Bitschi 2024 bei der Landtagswahl die FPÖ Vorarlberg wieder in die Regierungsverantwortung zurückführen. Präsentiert wird die Landesliste in Feldkirch – wo man sich auch Hoffnung auf den Bürgermeistersessel macht.
Die Kernpunkte
Wenig Überraschendes auf der Landes- und den Bezirkslisten: Neben Christof Bitschi sind seine Stellvertreter Feldkirchs Vizebürgermeisterin Andrea Kerbleder, Hohenemser Stadtrat Markus Klien und Polizeigewerkschafter Joachim Fritz auf Toppositionen zu finden. Auch Hubert Kinz, Daniel Allgäuer, Joachim Weixlbaumer und Nicole Feurstein-Hosp dürfen sich Hoffnungen auf einen Platz im Landesparlament machen. “Ich kann heute sagen, wir sind bereit”, ist Bitschi überzeugt. Sein Ziel: Möglichst viele Stimmen und damit Gewicht zu erhalten, um nicht nur in Regierungsverantwortung zu gelangen, sondern um die ÖVP auch “wieder auf Kurs zu bringen.” Denn gerade bei den Sozialausgaben sieht man Potenzial für Umschichtungen. Kerbleder etwa würde gern jedem Neugeborenen einen Willkommensbonus von 2000 Euro auszahlen, Klien wünscht sich mehr gemeinnützige Bauten in den ländlichen Regionen Vorarlberg. Bei der Vergabe von Sozialwohnungen sollten Deutschkenntnisse eine Grundvoraussetzung sein und Staatsbürger grundsätzlich bevorzugt werden. Und Fritz wünscht sich mehr Beamte und Schutzausrüstung für diese, notfalls finanziert aus Landesmitteln. Gemeinsam ist ihnen, dass ein Ende der “unkontrollierten Zuwanderung” nach Vorarlberg als ein Eckpfeiler zur Verbesserung der Situation der Vorarlberger Familien gesehen wird. Weitere Themenschwerpunkte, etwa zur Verbesserung der Pflegesituation in Vorarlberg, wolle man die kommenden Wochen bis zur Wahl präsentieren.

“ÖVP wieder auf Kurs bringen”
Grundsätzlich ist sich Bitschi jedoch sicher, mit guten Chancen in den Landtagswahlkampf zu starten. Er bekomme viel Zuspruch, viele wären heuer erstmals bereit, seiner Partei die Unterstützung auszusprechen. “Eine große Sehnsucht” auf ein Ende der schwarzgrünen Koalition sei spürbar. “Uns geht es nicht um Positionen, sondern darum, dieses Land weiterzuentwickeln”, sieht Bitschi die FPÖ vor allem in einer Koalition mit der hiesigen Bevölkerung. Wer Veränderung und neue Schwerpunkte im Regierungsprogramm wolle, müsse die FPÖ wählen, so die Kurzbotschaft.
Warum sich die FPÖ als Partner der ÖVP leichter tun würde als die Grünen, für leistbares Wohnen und für mehr Geld aus den Landesmitteln für die Familien in Vorarlberg zu sorgen? “Es wird natürlich eine Frage des Kräfteverhältnisses sein”, betont er. “Es braucht eine große Kraftanstrengung, die ÖVP wieder auf Kurs zu bringen”, fordert er ein möglichst starkes Gewicht der FPÖ im Landtag. Vom Nationalratswahlkampf erwartet man sich keine Störungen in den eigenen Bemühungen.