Reparaturbonus kehrt zurück: Neue Förderhöhe und Fokus auf Haushaltsgeräte

Politik / 12.12.2025 • 11:26 Uhr
Wegen des Baubooms gibt es noch für längere Zeit Wartezeiten, bis ein Handwerker des Bau- oder Baunebengewerbes seine Aufträge abarbeiten kann.  Adobe
Ab 12. Jänner 2026 gibt es wieder einen Reparaturbonus. Aber Vorsicht: Er gilt nicht mehr auf alle technischen Geräte. VN/ Alexander Raths

Ab 2026 gibt es 30 Millionen Euro pro Jahr für die “Geräte-Retter-Prämie”. Einige Punkte gibt es zu beachten, um an die Förderung zu kommen.

Wien Am 12. Jänner feiert der Reparaturbonus sein Comeback. Die schwarz-rot-pinke Regierung wird damit ein Prestigeprojekt der ehemaligen Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) fortsetzen. Mit der “Geräte-Retter-Prämie” sollen Ressourcen, Klima und die Geldbörsen der Konsumenten geschont werden. Allerdings wird auch hier gespart. Die Förderung werde künftig laut Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) “kosteneffizient und budgetschonend” erfolgen.

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Deckelung und Einschränkungen

Bis zum vorzeitigen Stopp der Förderung im Mai dieses Jahres betrug die maximale Förderhöhe 200 Euro. Ab Beginn der neuen Förderperiode wird höchstens die Hälfte des Reparaturbonus ersetzt. Zudem gibt es eine Deckelung mit 130 Euro pro Gerät.

Zudem wird das Angebot eingeschränkt: Die Reparatur von Fahrrädern inklusive E-Bikes, Handys und Luxus-, Wellness- oder Unterhaltungsgeräten wird künftig nicht mehr gefördert. Der Fokus der Förderaktion liege künftig auf “jenen Geräten, die im Haushalt am häufigsten benötigt werden und gleichzeitig viel Material binden”, informierte Totschnig. Dazu würden beispielsweise Waschmaschinen, Eiskästen, Tiefkühler, Staubsauger oder auch Akkuschrauber zählen.

Weiters werde die Reparatur von Geräten für die Krankenpflege wie Rollstühle, Pflegebetten, Beatmungsgeräte und Blutdruckmessgeräte unterstützt.

Registrierung ab sofort

Für die Prämie wurden vom Bund für 2026 bis 2028 rund 30 Mio. Euro pro Jahr budgetiert. Das entspricht einer deutlichen Reduzierung. Zur Erinnerung: Auf Reparaturen oder deren Kostenvoranschlag wurden mit dem alten Bonus bis zum Förderstopp im Mai 50 Prozent abgezogen. Die Grenze lag bei 200 Euro. Für den Reparaturbonus standen seit dem Förderstart 2022 rund 130 Millionen Euro aus dem EU-Aufbau- und Resilienzfonds und 124 Millionen Euro an nationalen Mitteln zur Verfügung. Eigentlich war die Maßnahme bis März 2026 ausgelegt. Doch der Topf war bereits rund ein Jahr früher leer. Unternehmer und Geschäftsinhaber kritisierten den abrupten Förderstopp, die VN berichteten. Die Wirtschaftskammer ist daher wenig überraschend über die Neuauflage erfreut.

Das müssen nun Firmen beachten, die sich für die Prämie registrieren möchten: Seit 10. Jänner können sie das unter www.geräte-retter-prämie.at tun, die Anmeldung ist kostenlos.