Förderungskürzung: Auch Amazone-Bar steht vor dem Aus

Verein Amazone machte vor dem Landhaus gegen Kürzungen mobil.
Bregenz Die Sparpolitik des Landes sorgt immer wieder für Aufsehen. Kleine wie große Institutionen sind betroffen. Heute, Mittwoch, im Landtag, steht das Thema unter anderem in der Aktuellen Stunde zur Diskussion. Am Dienstag meldete sich der Verein Amazone zu Wort. Ein Projekt des Vereins, die Amazone-Bar, steht vor dem Aus. Es wird heuer kein Geld mehr für das Projekt geben.

Die Bar sei das einzige auf Mädchen und junge Frauen ausgerichtete Gesundheitsförderungs- und Suchtpräventionsprojekt Vorarlbergs, berichtet der Verein am Dienstag. Seit über 20 Jahren wird es gemeinsam mit den Mädchen und Frauen direkt umgesetzt und durch das Land gefördert. “Für 2026 ist diese Förderung nicht mehr möglich”, halten die Verantwortlichen fest. Die Amazone-Bar gibt es einerseits stationär im Amazone-Zentrum in Bregenz, andererseits mobil – da ist sie in ganz Vorarlberg unterwegs. Rund 400 Menschen sind an der Bar ausgebildet worden, die in mehr als 500 Außeneinsätzen rund 70 000 Mocktails gemixt haben.

Alexandra ist eine von diesen 400 Personen, sie war von 2012 bis 2018 mit der Amazone-Bar unterwegs. “Als Peer habe ich selbst Verantwortung übernommen und andere junge Frauen und Mädchen auf Augenhöhe begleitet.” Die Amazone-Bar sei ein niederschwellig zugänglicher, geschützter Raum für Beratung und Austausch. “Besonders für jene, die sonst durch bestehende Systeme fallen”, betont Alexandra. “Diese Arbeit ist präventiv, wirksam und nachhaltig.”

Am Dienstag kam die Amazone-Bar vors Landhaus, die zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink kam auf einen Mocktail vorbei. “Sie stellte sich den Anliegen und der Diskussion, machte aber klar, dass es vom Land für 2026 kein Geld für die Amazone-Bar geben könnte”, berichtete der Verein anschließend und hält fest: “Die Jugendlichen und der Verein Amazone finden: Gesundheitsförderung und Suchtprävention sind aktuell wichtiger denn je.”