Blaue tüfteln am Landeshauptmann-Plan

Politik / 19.06.2026 • 11:36 Uhr
Blaue tüfteln am Landeshauptmann-Plan
Bitschi (rechts) möchte die FPÖ auf den Thron des Landes führen. Aber wie? VN/Stiplovsek

Wie und mit welchem Personal sie den Chefsessel des Landes erobern will.

Transferhammer Für Markus Wallner (ÖVP, 58) ist das Neuland. Erstmals regiert er mit einer Partei, die ihn möglichst rasch beerben möchte. Die FPÖ hat ihr Ziel für die Landtagswahl 2029 längst formuliert: Sie will den Landeshauptmann stellen. Nur stellt sich die Frage, wer das sein soll. Parteichef Christof Bitschi (35) gilt als geschickter Parteimanager und lauter Wahlkämpfer. Das klassische Landesvater-Format wird ihm allerdings nicht von allen zugeschrieben. Entsprechend hartnäckig halten sich Gerüchte über alternative Szenarien.

Eines davon führt ausgerechnet zu Dieter Egger (57). Jenem Dieter Egger, den Herbert Sausgruber (79) einst aus der Koalition warf. Heute gilt der Hohenemser Bürgermeister als pragmatisch, gemäßigt und weit weniger ideologisch als die Bundespartei. Mancher traut ihm eher zu, enttäuschte ÖVP-Wähler ins blaue Lager zu locken als dem eigentlichen Parteichef. Egger könnte Spitzenkandidat werden, Bitschi Parteichef bleiben.

Das Problem bei diesen Überlegungen: Egger müsste dafür seinen Bürgermeistersessel räumen. Schwer vorstellbar, dass er dafür einen sicheren Job aufgeben würde. Andererseits hat der Reiz eines Landeshauptmannbüros schon ganz andere Vernunfthürden überwunden.