Kein Stein auf dem anderen beim Bludenzer Stadtmarketing

Politik / 19.06.2026 • 11:29 Uhr
Kein Stein auf dem anderen beim Bludenzer Stadtmarketing
Im Bludenzer Rathaus wird über die Zukunft des Stadtmarketings getüftelt. VN/Paulitsch

Gerüchte bestätigt: Nach Hohenems könnte auch Bludenz das Stadtmarketing wieder einverleiben. Mit personellen Konsequenzen.

Synergieeffekte Es gab eine Zeit, da veranstalteten Gemeinden regelrechte Auslagerungsfestspiele. Gesellschaften wurden gegründet, verschoben und ausgegliedert. Nicht zuletzt, weil sich dort manches leichter verstecken ließ als im Gemeindebudget. Inzwischen ist die Gegenbewegung in Mode. Immer mehr Gemeinden holen ihre Gesellschaften zurück ins Rathaus. Ein Beispiel: das Hohenemser Stadtmarketing. Mit der Rückkehr spart man nicht nur Büromiete. Auch der Chefsessel von Stadtmarketingleiter Clemens Osl (36) wurde nicht nur frei, sondern danach komplett entsorgt. Den Posten gibt es nicht mehr.

Nun dürfte auch Bludenz auf den Geschmack gekommen sein. Dort hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Stelle von Stadtmarketingchefin Natascha Arzberger (56) ausläuft. Bürgermeister Simon Tschann (ÖVP, 33) bestätigt zumindest, dass ihre Position nach dem Ende ihres Vertrags im Frühjahr 2027 nicht mehr existieren wird. Stattdessen laufe ein Strukturprozess. Hintergrund sei die „Erörterung von Potenzialen in allen Bereichen“. Früher hätte man dazu schlicht gesagt: Man schaut, wo man einsparen kann.