Wie die ÖVP-Webseite von einem Hacker gekapert wurde

Politik / 17.07.2026 • 14:13 Uhr
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Der Schriftzug ist von der Webseite der Bregenzer Volkspartei mittlerweile wieder verschwunden. Screenshot

Eine Attacke macht derzeit weltweit Webseiten unbrauchbar. Auch Vorarlberger Seiten hat es erwischt.

Hackerattacke Wer die Bregenzer Volkspartei über deren Webseite erreichen wollte, war vergangene Woche kurz verdutzt: „hacked by trenggalek6etar” stand da in Neonfarben, darüber ein Totenkopf auf dunkelgrünem Grund. Die Webseite war nicht erreichbar. Ein Hacker legte der Stadtpartei das Handwerk. Stadtrat Michael Felder (36) nahm es gelassen: “Dann haben wir halt keine Homepage und fangen neu an – jo mei”. Lob dem, der die Daten zuvor gesichert hatte – der Partei ist kein Schaden entstanden.

Politische Diskussionen ähneln zwar nicht selten einer Faschingsveranstaltung, die Ziele dürfte der Hacker aber per Zufall auswählen. Denn auch die Dornbirner Fasnatzunft erwischte es. Gernot Reumüller betreut deren Webauftritt. Die Hacker nutzten den Mailserver und verschickten tagelang im Minutentakt Mails an alle Kontakte. „Das ist für sie reiner Spaß”, sagt Reumüller. „Und sie bieten sogar an, die Webseite wieder zu richten.” Ärgerlich, aber nicht schädigend.

Dass die Narren Opfer wurden, dürfte reiner Zufall sein. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es um automatisierte Angriffe auf unzureichend geschützte Websites und nicht um einen bekannten Cyberkriminellen. Opfer sind weltweit zu finden.