Nach Abgang rumort es im Feldkircher Rathaus

Der langjährige Feldkircher Stadtbaumeister Gabor Mödlagl geht im Jänner 2027 in Pension. Im Vorfeld soll es interne Unstimmigkeiten gegeben haben.
Überraschender Abgang Das Montforthaus ist gewissermaßen das bauliche Erbe von Gabor Mödlagl (66). Der Feldkircher Stadtbaumeister war in alle Bauphasen eingebunden. Nun geht seine Amtszeit dem Ende entgegen: Im Jänner 2027 tritt der 1960 geborene Mödlagl in den Ruhestand.
Soweit, so unspektakulär. Doch im Rathaus soll mancher von seinem Abgang überrascht worden sein. Sein Vertrag soll eigentlich noch laufen. Wie aus informierten Kreisen zu hören ist, will Mödlagl der Stadt schon vor Vertragsende den Rücken kehren. Als mutmaßlichen Grund nennt man im Feldkircher Rathaus Differenzen mit der Führung – darunter auch mit Bürgermeister Manfred Rädler (VP, 61). Die Stimmung dort gilt ja nicht gerade als ausgesprochen heiter. Feldkirch verliert damit einen lang gedienten Mitarbeiter – und das offenbar früher als erwartet.
In der Stadt erzählt man, Mödlagl habe sich stets für eine vorausschauende und ressourcenschonende Bodenpolitik eingesetzt. Auch die Auszeichnung Feldkirchs durch den Verein „LandLuft“ für das Bodenmanagement wird ihm zugeschrieben. Für eine klimabewusste Stadtentwicklung hat er sich ebenfalls starkgemacht. Zuletzt begleitete er allerdings auch planerisch den Bau des umstrittenen Stadttunnels.
Den Durchstich wird Mödlagl nun als Pensionist erleben. Manchmal kommt der Ruhestand eben schneller, als man durch den Tunnel ist.