Akbulut schlägt ein: Lustenauer trifft für Bischofshofen

Regionalliga / 23.03.2026 • 16:58 Uhr
Melih Akbulut stürmt bis Saisonende für SK Bischofshofen. GEPA
Melih Akbulut stürmt bis Saisonende für SK Bischofshofen. GEPA

Leihstürmer erzielte bereits einen Doppelpack und sorgt aktuell für Aufsehen.

Altach Spät gekommen, schnell angekommen – und schon mittendrin im Offensivspiel des SK Bischofshofen. Melih Akbulut, 19-jähriger Leihspieler und Profi von SC Austria Lustenau, sorgt in der Westliga für frischen Wind und erste Treffer. Der Wintertransfer entwickelt sich für die Salzburger, die aktuell bei 29 Punkten halten, zu einem ganz vielversprechenden Baustein.

Melih Akbulut hat schon zwei Treffer in Bischofshofen erzielt. GEPA
Melih Akbulut hat schon zwei Treffer in Bischofshofen erzielt. GEPA

Dass der junge Lustenauer überhaupt im Salzburger Pongau gelandet ist, war keineswegs selbstverständlich. Auch die Ligakonkurrenten FC Dornbirn und FC Lauterach zeigten großes Interesse, doch Akbulut entschied sich bewusst für den Schritt nach Bischofshofen – vor allem wegen der Aussicht auf regelmäßige Einsatzzeit. “Ich wollte mich weiterentwickeln und Spielpraxis in der 3. Liga sammeln”, sagte er im Gespräch mit den “VN”.

Der Anfang in Bischofshofen war für den Offensivkünstler dennoch eine Umstellung. Neue Mitspieler, neue Abläufe, ein neues Umfeld. “Am Anfang war es schon ein bisschen komisch”, gibt der Angreifer offen zu. Diese Phase wich rasch einem positiven Gefühl. Inzwischen fühlt sich Akbulut pudelwohl, auch abseits des Platzes. Er wohnt gemeinsam mit einem Teamkollegen, ist integriert. “Alle haben mich sehr gut aufgenommen. Ich will für Bischofshofen möglichst viele Tore schießen und mit starken Leistungen glänzen.”

Sportlich setzte er früh ein erstes Ausrufezeichen. In seinem zweiten Pflichtspiel erzielte Akbulut beim 4:0-Derbysieg gegen St. Johann zwei Treffer und zeigte dabei seine Qualitäten als klassischer Mittelstürmer. Bereits bei seinem Debüt in Kitzbühel hatte er getroffen, der Treffer wurde jedoch wegen einer strittigen Abseitsentscheidung aberkannt – ein Detail, das seinen starken Beginn unterstreicht.

Melih Akbulut fühlt sich schon pudelwohl in Bischofshofen. GEPA
Melih Akbulut fühlt sich schon pudelwohl in Bischofshofen. GEPA

Im System von Trainer Sean Caldwell ist Akbulut als Mittelstürmer gefragt. Eine Rolle, die ihm liegt. “Er ist torgefährlich, arbeitet gut und hat eine sehr gute Einstellung.” Trotz einer starken Konkurrenz im Angriff ist der 19-Jährige aktuell gesetzt.

Sein Torriecher kommt nicht von ungefähr. Bereits in der AKA Vorarlberg machte Akbulut auf sich aufmerksam und erzielte in der Saison 2023/24 starke 17 Treffer. Danach sammelte er kontinuierlich Erfahrung im Erwachsenenfußball, kam auf zehn Einsätze in der 2. Liga für Austria Lustenau sowie auf Spielpraxis bei den Amateuren, wo er ebenfalls regelmäßig ins Schwarze traf.

Tore schießen ist die Aufgabe von Melih Akbulut. GEPA
Tore schießen ist die Aufgabe von Melih Akbulut. GEPA

Nun soll er in Bischofshofen den nächsten Entwicklungsschritt machen – und nutzt die Bühne. Die Rolle passt, das Vertrauen ist da, die ersten Tore sind gefallen. Am Dienstag (19 Uhr) wartet die nächste Aufgabe: Mit Bischofshofen gastiert Akbulut bei den Altach Juniors und trifft dort auf ehemalige AKA-Kollegen wie Yannik Gruber und Mike de Man.

Wie es über den Sommer hinaus weitergeht, ist offen. Akbulut denkt nicht zu weit voraus. Sein Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt. “Ich will mich auf meine neue Aufgabe voll und ganz konzentrieren.” Ein Anspruch, den er in Bischofshofen bislang eindrucksvoll unterstreicht. VN-TK