Comeback nach 509 Tagen

Regionalliga / 02.04.2026 • 11:52 Uhr
Endlich! Nach 509 Tagen feiert Batuhan Karakas im Dress des FC Lustenau sein Comeback. VN-STIPLOVSEK
Endlich! Nach 509 Tagen feiert Batuhan Karakas im Dress des FC Lustenau sein Comeback. VN-STIPLOVSEK

Batuhan Karakas steht vor seiner Rückkehr nach über einem Jahr Verletzungspause.

Lustenau 509 Tage. So lange musste Batuhan Karakas darauf warten, wieder das zu tun, was für ihn mehr ist als nur ein Spiel. Am Freitag könnte der Offensivspieler des FC Lustenau in Saalfelden sein lang ersehntes Comeback feiern – und wird damit zum emotionalen Mittelpunkt eines Spieltags, der für mehrere Vorarlberger Clubs richtungsweisend ist.

Zurück auf dem Spielfeld: Batuhan Karakas.
Zurück auf dem Spielfeld: Batuhan Karakas (links).

Der 27-Jährige hatte sich im Frühjahr 2025 einem operativen Eingriff am Knie unterziehen müssen, nachdem ein Knorpelschaden diagnostiziert worden war. Es folgten Monate voller Reha, Aufbauarbeit und Geduld. Eine Zeit, in der Karakas nur zusehen konnte, während seine Mannschaft ohne ihn um Punkte kämpfte. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte er am 9. November 2024 – mehr als eineinhalb Jahre ist es mittlerweile her. Nun steht die Rückkehr unmittelbar bevor.

Beim FC Lustenau ist die Bedeutung dieses Moments kaum zu überschätzen. Karakas gilt seit Jahren als fixe Größe im Offensivspiel, bringt Tempo, Kreativität und Torgefahr mit. In 85 Meisterschaftsspielen erzielte er 18 Treffer, seit achteinhalb Jahren trägt er das Trikot des Traditionsclubs. Dass er nun wieder zur Verfügung steht, sorgt intern für Aufbruchsstimmung – auch wenn Trainer Philipp Hagspiel den Flügelspieler behutsam heranführen dürfte.

Batuhan Karakas ist wieder einsatzbereit.
Batuhan Karakas ist wieder einsatzbereit.

Sportlich reist Lustenau mit breiter Brust nach Saalfelden. Zwei Siege und zwei Remis im Frühjahr bedeuten eine der besten Bilanzen der Liga. Gegner Pinzgau/Saalfelden hingegen kämpft mit offensiven Problemen, lediglich 16 Tore in 19 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

Gegen die Negativserie

Parallel dazu stehen auch die anderen Vorarlberger Vertreter vor anspruchsvollen Aufgaben. Die SCR Altach Juniors empfangen den SC Schwaz und kämpfen gegen eine hartnäckige Negativserie: Seit elf Meisterschaftsspielen warten die Rheindörfler auf ein Erfolgserlebnis.

Hohenems reist indes zum Tabellenletzten FC Kufstein. Trainer Werner Grabherr warnt trotz der Ausgangslage: „Wir sind vor Kufstein gewarnt“, sagt er, betont aber zugleich das Ziel, die Partie erfolgreich zu gestalten. Positiv stimmt die personelle Lage, mehrere zuletzt angeschlagene Spieler wie Pernstich, Vater, Ganahl, Marold und Gassner kehren zurück. „Wir wollen Selbstvertrauen tanken. Die Leistungen im Frühjahr waren positiv“, so Grabherr.