Siebtes Finalticket für Hohenems oder zweite Chance für Alberschwende

Regionalliga / 12.05.2026 • 18:14 Uhr
Hohenems Verteidiger Linus Winsauer (r. am Boden) spielt gegen seinen Exklub Alberschwende. VN-RHOMBERG
Hohenems-Verteidiger Linus Winsauer (r. am Boden) spielt gegen seinen Ex-Klub Alberschwende. VN-RHOMBERG

Regionalligist ist gegen den Vorarlbergligaklub aus dem Bregenzerwald Favorit.

Hohenems Der VfB Hohenems steht vor der nächsten großen Chance – und dieses Mal soll sie genutzt werden. Nach dem bitteren Halbfinal-Aus im Vorjahr gegen Röthis im Elfmeterschießen will der Regionalligist nun den Schritt ins Endspiel des 50. Uniqa-VFV-Cups schaffen. Gegner am Mittwoch (19 Uhr) im Stadion Herrenried ist der FC Alberschwende, aktuell Zweiter der Vorarlbergliga – und klarer Außenseiter.

Neues Trainerduo in Alberschwende ab Sommer: Marko Fischer (r.) und Timo Rist.
Neues Trainerduo in Alberschwende ab Sommer: Marko Fischer (r.) und Timo Rist.

Doch ganz so eindeutig, wie es die Papierform vermuten lässt, ist die Ausgangslage nicht. Das weiß auch Hohenems-Coach Werner Grabherr: “Wir sind gewarnt. Der Underdog ist aber nicht zu unterschätzen. Meine Mannschaft ist topmotiviert und möchte unbedingt ins Finale und den Pott holen. Da gibt es keine Ausreden. Das Team ist gefestigt und kann auch mit Druck umgehen. Wir wollen uns vor dem Ziel es uns nicht mehr nehmen lassen.”

Im Fokus steht ein besonderes Duell für einen jungen Spieler. Linus Winsauer, erst 18 Jahre alt, trifft auf seinen Stammklub Alberschwende – und wird von Beginn an auflaufen. “Er wird ganz sicher spielen. Das ist natürlich ein Spiel, das er sich auch verdient hat”, sagt Grabherr. Der Linksfuß habe konstant gute Leistungen gezeigt und sei “definitiv gesetzt”.

Hohenems Trainer Werner Grabherr will endlich als Trainer in ein Cupfinale. KNOBEL
Hohenems-Trainer Werner Grabherr will endlich als Trainer in ein Cupfinale. KNOBEL

Auf dem Weg dorthin könnte Hohenems bereits den dritten Wälder Klub eliminieren, nach Bizau und Egg. Doch genau darin liegt auch die Gefahr – denn Alberschwende reist mit nichts zu verlieren an. Mit Liam Tripp und Luca Vater gibt es zwei Fragezeichen, sonst kann Ems aus dem Vollen schöpfen.

Der Vorarlbergliga-Zweite bringt zudem eigene Cup-Erfahrung mit. Vor drei Jahren schaffte es der Klub bereits ins Finale, unterlag dort jedoch Wolfurt mit 0:2. Nun soll die zweite Finalteilnahme gelingen – auch wenn die Ausgangslage schwieriger ist.

So will Hohenems jubeln. KNOBEL
So will Hohenems jubeln. KNOBEL

Personell muss Alberschwende einen Rückschlag verkraften: Dauerbrenner Tobias Bitschnau fällt mit einem Kreuzbandriss aus. Gleichzeitig wurden bereits die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit Marko Fischer und Timo Rist steht das neue Trainerduo fest, dazu kommen mit Jeremy Thurnher und Josip Bokanovic zwei Neuzugänge.

Die Rollen sind klar verteilt, die Ambitionen ebenso. Hohenems will die Geschichte weiterschreiben, Alberschwende seine eigene. Und genau daraus entsteht die besondere Spannung dieses Cup-Halbfinales. VN-TK