Cupfinale sorgt für Sonderplan: Derby in Hohenems vorverlegt

Emser wollen Revanche nehmen und den nächsten Schritt Richtung Derbykrone.
Hohenems Wenn am Mittwochabend (19 Uhr) der VfB Hohenems und der FC Lauterach im Stadion Herrenried aufeinandertreffen, geht es längst nicht nur um drei Punkte. Das vorgezogene Derby der Regionalliga West steht bereits im Schatten des Cupfinales – und für beide Teams könnte die Partie richtungsweisend werden.

Dass das Derby überhaupt unter der Woche ausgetragen wird, hat mit dem Cup-Endspiel am 10. Juni zu tun. Dort trifft Hohenems auf den FC Dornbirn. Um beiden Finalisten dieselbe Regenerationszeit zu ermöglichen, wurde die Begegnung gegen Lauterach vorgezogen, während auch Dornbirn am 5. Juni spielfrei bleibt. Für Hohenems-Coach Werner Grabherr ist das keine Selbstverständlichkeit. „Wir hätten sonst drei Partien in einer Woche gehabt. So ist für beide Finalisten die gleiche Situation“, sagte der Trainer und bedankte sich ausdrücklich beim FC Lauterach für das Entgegenkommen.

In der Vorarlberger Derbywertung fehlen nur noch vier Punkte aus zwei Spielen zur erfolgreichen Titelverteidigung als Amateurmeister des Landes. Der FC Dornbirn liegt aktuell zwar voran, doch mit einem Sieg gegen Lauterach und einem Remis am 4. Juni in Lustenau könnte Hohenems erneut ganz oben stehen.

Das Hinspiel ging im Herbst überraschend mit 2:1 an Lauterach. Eine Niederlage, die in Hohenems bis heute nachwirkt. Damals ließ der VfB zahlreiche Chancen liegen und musste sich am Ende dennoch geschlagen geben. Nun bietet sich die Gelegenheit zur Revanche – und die Ausgangslage könnte klarer kaum sein.
Hohenems verfügt derzeit über doppelt so viele Punkte wie die Hofsteiger und kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Angelo Bacic fehlt. Der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders hat zuletzt zusätzlich für Qualität gesorgt. Viele Spieler möchten sich mit starken Leistungen auch für das Cupfinale empfehlen.
Beim FC Lauterach hingegen ist die Stimmung gedrückt. Die Mannschaft von “Noch”-Trainer Daniel Sereinig verlor zuletzt sechs Meisterschaftsspiele in Serie. Insgesamt setzte es im Frühjahr bereits neun Niederlagen, lediglich zwei Siege und ein Remis stehen zu Buche. Der Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz ist die logische Folge einer Rückrunde, in der defensiv zu viele Fehler passierten und offensiv die Durchschlagskraft fehlte. VN-TK