Hochsicherheitsspiel im Herrenried vor Wacker-Party

Regionalliga / 29.05.2026 • 14:26 Uhr
Mindestens 300 Wacker Innsbruck werden zum Spiel in Hohenems erwartet. VN-STIPLOVSEK
Mindestens 300 Wacker Innsbruck werden zum Spiel in Hohenems erwartet. VN-STIPLOVSEKthomas Knobel

RLW-Meister Wacker Innsbruck gastiert in Hohenems, mehr als 300 Fans reisen an.

Hohenems Wenn der frischgebackene Meister der Westliga ins Herrenried kommt, ist Ausnahmezustand garantiert. Der VfB Hohenems empfängt am Samstag um 16 Uhr den FC Wacker Innsbruck – und mit den Tirolern reisen auch mehr als 300 lautstarke Anhänger aus der Landeshauptstadt an. Das Herrenried wird damit zur stimmungsvollen Bühne für einen echten Fußballschlager, gleichzeitig aber auch zum Hochsicherheitsbereich.

Nach den sehr schlimmen Ausschreitungen rund um das Spiel der Altach Juniors gegen Innsbruck im vergangenen November wurde die Begegnung in Hohenems als Hochsicherheitsspiel eingestuft. Polizei, Exekutive, Security-Mitarbeiter und zahlreiche freiwillige Helfer werden im Einsatz stehen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Für die Gäste-Fans wurde auf der rechten Seite der Haupttribüne ein eigener Sektor eingerichtet, zusätzlich gibt es eine separate Bewirtung für die Innsbrucker Anhänger.

Die Tiroler dominierten die Liga nach Belieben und spielten über weite Strecken tatsächlich „in einer eigenen Liga“. 24 Siege, zwei Unentschieden und lediglich zwei Niederlagen unterstreichen die beeindruckende Saison des Traditionsvereins. Dazu kommt ein Torverhältnis von 76:16 – sowohl offensiv als auch defensiv absoluter Spitzenwert der Liga. Besonders auswärts präsentierte sich Wacker nahezu unbezwingbar: 13 Siege und ein Remis stehen in fremden Stadien zu Buche.

Hohenems Trainer Werner Grabherr hofft auf eine Sensation. VN-PAULITSCH
Hohenems Trainer Werner Grabherr hofft auf eine Sensation. VN-PAULITSCH

Doch auch der VfB Hohenems hat im Herrenried bereits mehrfach seine Heimstärke bewiesen. Sieben Siege, sechs Unentschieden und nur zwei Niederlagen stehen vor eigenem Publikum zu Buche. Dreizehn der bisherigen 15 Heimspiele gingen nicht verloren – Zahlen, die Hoffnung auf einen Überraschungscoup machen.

Hohenems-Trainer Werner Grabherr glaubt aber an seine Mannschaft. „Es gibt wenig Gründe, die gegen Wacker sprechen. Es muss der Spielverlauf in unsere Richtung gehen. Je länger wir die Null halten, kann es eine Überraschung geben.“

So will Hohenems gegen den Meister jubeln. VN-STIPLOVSEK
So will Hohenems gegen den Meister jubeln. VN-STIPLOVSEK

Mit zusätzlicher Motivation geht VfB-Schlussmann Florian Eres in die Partie. Der Stammtorhüter wurde in diesen Tagen Vater der gesunden Tochter Ella und wird als frischgebackener Jungpapa zwischen den Pfosten stehen. Elias Lampert aus Göfis wird ab Sommer neuer zweiter Tormann in Hohenems wird. Am Samstag steht zunächst der große Nachmittag gegen den Meister im Mittelpunkt. VN-TK