Der eine will den Hattrick, der andere hofft auf den Abschiedscoup

Talip Karaaslan peilt den dritten Cupsieg an, Carlos Berlinger feiert großen Abschied.
Dornbirn Wenn am Mittwochabend im Hohenemser Herrenried-Stadion das Finale der 50. Auflage des Uniqa-VFV-Cups angepfiffen wird, stehen mit Talip Karaaslan und Carlos Berlinger zwei Spieler im Mittelpunkt, die eine ganz besondere Verbindung zu diesem Endspiel haben. Beide gewannen den Bewerb bereits gemeinsam mit dem VfB Hohenems, beide spielen auf den Außenverteidigerpositionen und beide wollen zum Saisonabschluss noch einmal Geschichte schreiben.

Für Talip Karaaslan könnte das Jubiläumsfinale sogar zu einem persönlichen Meilenstein werden. Der erst 25-jährige Linksverteidiger hat die beiden vergangenen Cup-Endspiele jeweils gewonnen – und das mit zwei unterschiedlichen Vereinen. 2024 triumphierte er mit dem VfB Hohenems gegen Rankweil mit 4:2, ein Jahr später stemmte er bereits im Dress des FC Mohren Dornbirn nach einem 3:1-Erfolg gegen Röthis den Pokal in die Höhe. Mehr noch: Beim Vorjahresfinale wurde Karaaslan sogar zum besten Spieler des Endspiels gewählt.

Nun bietet sich dem Defensivspezialisten die Chance auf einen seltenen Hattrick. Drei Cupsiege in Folge mit zwei verschiedenen Vereinen – ein Kunststück, das dem Dornbirner Leistungsträger besonders viel bedeuten würde. „Es ist jetzt schon ein Megatraum, zweimal in Folge Cupsieger gewesen zu sein. Ich will meine beste Leistung abrufen und mit Dornbirn den Titel erfolgreich verteidigen. Ein dritter Cupsieg von mir wäre ein Megatraum. Es ist zweimal schon ein wunderschönes Gefühl gewesen und seit vielen Wochen wird diesem besonderen Spiel des Jahres von mir und dem Team alles untergeordnet“, sagt Karaaslan vor dem großen Finale.

Im Frühjahr musste Karaaslan aufgrund eines Teilbruchs im Knöchel fünf Wochen pausieren. Die Verletzung stoppte ihn mitten in einer wichtigen Saisonphase. Mittlerweile gehört er wieder zu den Fixpunkten in der Dornbirner Defensive und soll mit seiner Erfahrung aus den vergangenen Cupfinali eine zentrale Rolle spielen. Mit Herbaly, Mandl, Brzaj, Kovacs und Ebner standen bereits im Vorjahr mehrere heutige Dornbirner Teamkollegen gemeinsam mit Karaaslan in der erfolgreichen Cup-Siegermannschaft gegen Röthis auf dem Platz.

Auf der Gegenseite richtet sich der Blick auf Carlos Berlinger. Auch für den Rechtsverteidiger des VfB Hohenems ist das Finale weit mehr als nur ein weiteres Spiel. Gemeinsam mit Karaaslan gehörte er 2024 jener Hohenemser Mannschaft an, die den Cupgewinn feierte. Nun bietet sich dem Verteidiger die Gelegenheit, seine Zeit in Hohenems mit einem weiteren Titel zu krönen.

Im Sommer wird Berlinger zum Finalgegner Dornbirn wechseln. Das Cupfinale wird sein letztes großes Spiel im Hohenemser Trikot sein. „Ich will mit Hohenems unbedingt diesen erhofften Cuptitel holen. Ich werde alles in meine Waagschale werfen und meine beste Leistung abrufen. Es wird ein Topspiel von zwei sehr spielstarken Mannschaften. Ich bin erst ab Sommer in Dornbirn, daher gilt meine vollste Konzentration meinem jetzigen Klub“, betont Berlinger.

Mit Berlinger, Torhüter Florian Eres und Verteidiger Tim Wolfgang verfügt Hohenems zudem über mehrere Spieler, die bereits Final-Erfahrung besitzen. Eres und Wolfgang durften den Bewerb 2024 und 2017 gewinnen.

Vielleicht sind es genau deshalb zwei Außenverteidiger, die bei der Jubiläumsauflage besonders im Rampenlicht stehen. Der eine jagt den dritten Cupsieg in Serie, der andere möchte sich mit einem Titel von seinem Verein verabschieden. VN-TK