Ein Abend, der vieles verändern kann

Regionalliga / 24.07.2026 • 11:41 Uhr
Hohenems will gegen Hertha Wels siegen. VN-PAULITSCH
Hohenems will gegen Hertha Wels jubeln. VN-PAULITSCH

Den VfB Hohenems erwartet eine hohe Hürde, der Glaube an die Sensation ist dennoch groß.

Hohenems Am Samstag um 18 Uhr startet im Stadion Herrenried die neue Pflichtspielsaison – und gleich wartet mit der ersten Runde des Uniqa-ÖFB-Cups eine echte Bewährungsprobe. Gegen den Zehnten der vergangenen Zweitliga-Saison, Hertha Wels, will Hohenems den Heimvorteil nutzen und für eine Überraschung sorgen. Für Trainer Werner Grabherr ist klar, dass seine Mannschaft zwar als Außenseiter ins Spiel geht, sich aber keineswegs verstecken wird. “Das wird eine harte Nuss, die kann man aber knacken. Wir wollen die Überraschung schaffen und auch im nationalen Pokal ein Zeichen setzen”, sagt der VfB-Coach.

Werner Grabherr ist optimistisch. KNOBEL
Werner Grabherr ist optimistisch.Thomas Knobel

Grabherr richtet den Fokus dabei ganz bewusst auf die eigene Mannschaft. Der Gegner verfüge zwar über viel Qualität und habe sich im Vergleich zur Vorsaison noch einmal verstärkt, dennoch wolle man sich nicht in erster Linie mit dessen Stärken beschäftigen. “Wir haben ein Heimspiel und wollen unsere Qualität selber auf den Platz bringen und schauen nicht auf den Gegner”, betont der Trainer. Entscheidend werde sein, von Beginn an mutig aufzutreten, das Publikum mitzunehmen und den Favoriten möglichst früh unter Druck zu setzen.

Spielmacher-Rolle: Noel Gunz mit Neuzugang Daniel Tiefenbach. VN-STEURER
In der Spielmacher-Rolle: Noel Grunz. VN-STEURER

Personell kann Grabherr beinahe aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Luca Vater und Neuzugang Valdir Henrique Barbosa da Silva steht ihm der gesamte Kader zur Verfügung. Besonders erfreulich ist die Rückkehr mehrerer Spieler, die zuletzt angeschlagen waren. Niklas Heimböck, Noel Grunz, Finn Marold und Bader Belhaj sind wieder einsatzbereit und geben dem Trainer zusätzliche Alternativen. Gleichzeitig werden Daniel Tiefenbach und Yannik Gruber erstmals ein Pflichtspiel im Trikot des VfB bestreiten.

So wollen die VfB-Kicker jubeln. KNOBEL
So wollen die VfB-Fans ihre Spieler jubeln sehen. KNOBEL

Hinzu kommt, dass mit dem aktuellen Gegner noch eine Rechnung offen ist. Vor sieben Jahren trafen beide Mannschaften bereits einmal im ÖFB-Cup aufeinander. Damals musste sich der VfB auswärts knapp mit 0:1 geschlagen geben. Nun bietet sich vor eigenem Publikum die Gelegenheit zur Revanche. Mit der Unterstützung der Fans im Rücken, einem fast kompletten Kader und dem festen Glauben an die eigene Stärke soll der Favorit dieses Mal ins Wanken gebracht werden. Gelingt es, die Vorgaben von Coach Werner Grabherr konsequent umzusetzen und über 90 Minuten mutig aufzutreten, könnte im Herrenried einer jener Cup-Abende entstehen, die noch lange in Erinnerung bleiben.

Thomas Knobel