Nach langer Zwangspause: Torwarttalent startet seinen nächsten Anlauf

Endlich wieder Training, doch für das Comeback braucht es Zeit und Geduld.
Altach Es ist ein kleines, aber wichtiges Signal: Nach monatelanger Zwangspause ist bei einem jungen Goalie wieder reguläres Training möglich. Paul Piffer hat nach seinen Problemen mit einem Bandscheibenvorfall die Arbeit auf dem Platz wieder aufgenommen. Der Weg zurück ist damit eingeschlagen – wann er tatsächlich wieder in einem Pflichtspiel zwischen den Pfosten stehen kann, bleibt aber offen.
Der 20-Jährige, 1,88 Meter groß, musste lange auf diesen Moment warten. In der Saison 2024/25 hatte Piffer noch die ersten vier Partien der Altach Juniors bestritten. Danach war an Fußball auf diesem Niveau für längere Zeit nicht zu denken. Nun soll Schritt für Schritt wieder jene Belastbarkeit aufgebaut werden, die für eine Rückkehr ins Tor notwendig ist.
„Er hat das Training Gott sei Dank endlich wieder aufgenommen. Wir wollen ihn behutsam an das alte Niveau heranführen und geben ihm alle Zeit dafür. Ein großes Talent und er ist ein Vorarlberger“, sagt SCR-Altach-Sportkoordinator Eric Orie im Gespräch mit den „VN“.

Ein konkreter Zeitpunkt für das Comeback wird deshalb bewusst nicht genannt. Piffer soll keinen zusätzlichen Druck verspüren. Entscheidend ist zunächst, dass er den Trainingsalltag wieder regelmäßig bewältigen kann und sich körperlich stabilisiert. Mit Samuel Selke, Elias Scherf und Leon Petrovic stehen den Altach Juniors zudem drei weitere Torhüter zur Verfügung.
Piffer ist seit drei Jahren in Altach und besitzt noch einen Vertrag bis 2028. Sein Talent war im Klub schon vor seiner langen Pause unbestritten. Jetzt geht es weniger darum, möglichst schnell wieder im Tor zu stehen, sondern darum, überhaupt wieder dauerhaft auf jenes Niveau zu kommen, das einen Einsatz möglich macht.
Derweil wartet auf seine Mannschaft am Sonntag eine Partie, die sportlich kaum wichtiger sein könnte. Im Stadion Schnabelholz kommt es um 10.30 Uhr zum Vorarlberger Kellerduell mit dem FC Lustenau. Beide Teams haben nach drei Spieltagen erst einen Punkt gesammelt. Die Juniors stehen mit drei Treffern auf Rang 14, Lustenau bildet mit einem Tor und dem Torverhältnis von 1:9 das Schlusslicht. Vor allem die Rückkehr von Topscorer Abdül Kerim Kalkan sorgt beim FC Lustenau für Erleichterung. VN-TK




