Nachbarschaftsduell mit zwei völlig unterschiedlichen Voraussetzungen

Im Holz: Unten geht es um Befreiung, oben um den nächsten Schritt.
Lustenau Am Samstag um 17 Uhr wird es im Stadion an der Holzstraße ernst. Im fünften Spiel der Regionalliga West treffen mit FC Lustenau und FC Dornbirn zwei Mannschaften aufeinander, deren Ausgangslagen kaum gegensätzlicher sein könnten. Während auf der einen Seite der erste Saisonsieg und dringend benötigte Punkte auf dem Wunschzettel stehen, geht es auf der anderen um die Fortsetzung eines starken Saisonstarts. Das Nachbarschaftsduell verspricht damit Spannung über die 90 Minuten hinaus.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Für das Heimteam ist die Situation nach vier Runden bereits unangenehm. Ein Punkt, zwei erzielte Treffer und zwölf Gegentore bedeuten den letzten Tabellenplatz. Noch ist die Saison jung, doch der Druck steigt. Gelingt nicht bald die Wende, droht der Rückstand auf das Mittelfeld größer zu werden. „Es ist natürlich keine leichte Situation für uns, wenn man unten in der Tabelle steht. Jetzt müssen einfach drei Punkte her, egal wie. Vor dem treuen Anhang können wir jeden Gegner schlagen“, sagt FCL-Sportchef David Grabher.

Dabei gibt es vor dem Derby durchaus Gründe für Zuversicht. Regisseur Paulo Victor hat sich nach monatelanger verletzungsbedingter Pause wieder fit gemeldet und kann wieder eingreifen. Julian Mair und Lukas Grabherr sind die bisherigen Torschützen, nun soll vor allem Goalgetter Kerim Kalkan für mehr Gefahr sorgen. Nicht dabei ist Marcel Rizvanovic. Nach seinem Knöchelbruch wird mit seiner Rückkehr erst im Frühjahr gerechnet.
Zehn Punkte aus vier Spielen, zwölf Treffer und lediglich zwei Gegentore sprechen beim FC Dornbirn für einen nahezu perfekten Auftakt. Die Mannschaft ist noch ungeschlagen und reist entsprechend selbstbewusst nach Lustenau. Trainer Roman Ellensohn: „Wir sind uns der schweren Aufgabe bewusst, wollen aber dort weitermachen, wo meine Mannschaft aufgehört hat, nämlich mit starkem Offensiv-Fußball“. Florian Prirsch und Federico Crescenti sind einsatzbereit, Prirsch feiert dabei sein Comeback für seinen Stammklub. Einzig Torhüter Sandro Eichhübl fehlt weiterhin.
Wer das Derby nicht vor Ort verfolgen kann, ist im VOL.AT-Livestream mit dabei. Moderator Alexander Moosbrugger und Co-Kommentator Patrick Wiedl begleiten die Partie live aus dem “Holz”. VN-TK
