Vom frühen Schock zum großen Derby-Triumph

Regionalliga / 30.08.2026 • 12:18 Uhr
Talip Karaaslan schoss den vierten Dornbirner Treffer in Lustenau. VN-STEURER
Talip Karaaslan schoss den vierten Dornbirner Treffer in Lustenau. VN-STEURER thomas Knobel

FC Dornbirn gewann trotz Rückstand beim Letzten FC Lustenau vor 1100 Fans.

Lustenau 1100 Zuschauer sorgten im Stadion an der Holzstraße für die passende Derbykulisse – und bekamen eine Partie zu sehen, die zunächst ganz nach dem Geschmack der Gastgeber begann. Am Ende aber jubelte der FC Dornbirn. Die Rothosen drehten einen frühen Rückstand, gewannen beim FC Lustenau mit 4:1 (2:1) und bleiben als Tabellenzweiter ganz vorne dabei. Für die Hausherren wird die Situation hingegen immer ungemütlicher: Bereits den vierten Spieltag in Folge trägt der FCL die rote Laterne.

Derby-Impressionen FC Lustenau vs FC Dornbirn. VN-Steurer/15
Kommentator Alex Moosbrugger (l.) bekam prominente Unterstützung für das Derby: Lustenaus Bürgermeister Patrick Wiedl war als Co-Kommentator im Einsatz. gepa

In der zehnten Minute nutzte Simon Grabherr einen Abstimmungsfehler in der Dornbirner Hintermannschaft eiskalt und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Dornbirn blieb ruhig, hielt an seiner offensiven Spielidee fest und erhöhte zunehmend den Druck. Genau diese Reaktion zeigte, mit welchem Selbstvertrauen die Mannschaft von Neo-Coach Roman Ellensohn derzeit unterwegs ist. In der 31. Minute sorgte Tamas Herbaly für den verdienten Ausgleich. Nur sechs Minuten später war die Partie gedreht: Makovec traf per Kopf zum 2:1. Herbaly schlug in der 52. Minute ein zweites Mal zu und stellte auf 3:1. Für den Ungarn war es ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk nach Maß: In zwei Tagen wird der Kapitän und Rekordtorschütze 30 Jahre alt. Mit seinem Doppelpack hatte er entscheidenden Anteil daran, dass die Dornbirner Torfabrik auch im Holz auf Hochtouren lief.

Julian Mair gegen Florian Prirsch. VN-STEURER
Julian Mair gegen Florian Prirsch. VN-STEURER thomas Knobel

Den sehenswerten Schlusspunkt setzte Talip Karaaslan zum 4:1 (81.). Überhaupt konnten sich die vier Dornbirner Treffer sehen lassen. Vor allem aber beeindruckte, wie selbstverständlich die Gäste nach dem frühen Rückstand ihren grandiosen Fußball weiterspielten.

Ben Brzaj und Simon Grabherr. VN-STEURER
Ben Brzaj und Simon Grabherr. VN-STEURER thomas Knobel

Ellensohn hat den Rothosen mit seinem offensiv ausgerichteten Spielsystem eine neue Handschrift verpasst. Spielfreude, Tempo und Selbstvertrauen sind deutlich zu erkennen. In dieser Verfassung ist Dornbirn ein heißer Kandidat für einen Platz ganz vorne.

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Beim FC Lustenau sorgte die Aufstellung für eine Überraschung. Mit Kalkan, Junior und dem wieder fitten Paulo Victor saßen gleich drei prominente Offensivkräfte zunächst auf der Ersatzbank.

Während Dornbirn nach dem nächsten überzeugenden Auftritt weiter auf einer Welle der Euphorie reitet, wird die Lage beim Nachbarn immer prekärer. VN-TK