Vom frühen Schock zum großen Derby-Triumph

FC Dornbirn gewann trotz Rückstand beim Letzten FC Lustenau vor 1100 Fans.
Lustenau 1100 Zuschauer sorgten im Stadion an der Holzstraße für die passende Derbykulisse – und bekamen eine Partie zu sehen, die zunächst ganz nach dem Geschmack der Gastgeber begann. Am Ende aber jubelte der FC Dornbirn. Die Rothosen drehten einen frühen Rückstand, gewannen beim FC Lustenau mit 4:1 (2:1) und bleiben als Tabellenzweiter ganz vorne dabei. Für die Hausherren wird die Situation hingegen immer ungemütlicher: Bereits den vierten Spieltag in Folge trägt der FCL die rote Laterne.

In der zehnten Minute nutzte Simon Grabherr einen Abstimmungsfehler in der Dornbirner Hintermannschaft eiskalt und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Dornbirn blieb ruhig, hielt an seiner offensiven Spielidee fest und erhöhte zunehmend den Druck. Genau diese Reaktion zeigte, mit welchem Selbstvertrauen die Mannschaft von Neo-Coach Roman Ellensohn derzeit unterwegs ist. In der 31. Minute sorgte Tamas Herbaly für den verdienten Ausgleich. Nur sechs Minuten später war die Partie gedreht: Makovec traf per Kopf zum 2:1. Herbaly schlug in der 52. Minute ein zweites Mal zu und stellte auf 3:1. Für den Ungarn war es ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk nach Maß: In zwei Tagen wird der Kapitän und Rekordtorschütze 30 Jahre alt. Mit seinem Doppelpack hatte er entscheidenden Anteil daran, dass die Dornbirner Torfabrik auch im Holz auf Hochtouren lief.

Den sehenswerten Schlusspunkt setzte Talip Karaaslan zum 4:1 (81.). Überhaupt konnten sich die vier Dornbirner Treffer sehen lassen. Vor allem aber beeindruckte, wie selbstverständlich die Gäste nach dem frühen Rückstand ihren grandiosen Fußball weiterspielten.

Ellensohn hat den Rothosen mit seinem offensiv ausgerichteten Spielsystem eine neue Handschrift verpasst. Spielfreude, Tempo und Selbstvertrauen sind deutlich zu erkennen. In dieser Verfassung ist Dornbirn ein heißer Kandidat für einen Platz ganz vorne.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Beim FC Lustenau sorgte die Aufstellung für eine Überraschung. Mit Kalkan, Junior und dem wieder fitten Paulo Victor saßen gleich drei prominente Offensivkräfte zunächst auf der Ersatzbank.
Während Dornbirn nach dem nächsten überzeugenden Auftritt weiter auf einer Welle der Euphorie reitet, wird die Lage beim Nachbarn immer prekärer. VN-TK













