90 Minuten lang ruht die Freundschaft

Spitzenreiter FC Dornbirn kommt ungeschlagen ins Vorderland zum Neuling Röthis.
Röthis Es ist ein Derby mit einer besonderen Note. Wenn der SC Röthis am Sonntag um 11 Uhr den FC Dornbirn am Sportplatz an der Ratz empfängt, stehen sich nicht nur zwei starke Ländle-RLW-Klubs gegenüber, sondern auch zwei enge Freunde an der Seitenlinie. Röthis-Trainer Ali Özkan und Dornbirns Coach Roman Ellensohn verbindet eine enge Freundschaft. Für 90 Minuten wird diese am Sonntag allerdings keine Rolle spielen.
Denn sportlich geht es um einiges. Dornbirn kommt als Tabellenführer ins Vorderland und ist nach sechs Runden noch ungeschlagen.
“Wenn meine Mannschaft die Qualität auf den Platz bringt, schaut es gut mit einem Erfolgserlebnis aus. Wir müssen Röthis unser Spiel aufzwingen”, sagt Dornbirns Trainer Roman Ellensohn. Sein Team tritt dabei mit viel Offensivpower und hohem Pressing auf. Das neue Spielsystem mit viel Ballbesitz und dem Gegner unter Druck setzen hat sich bislang bezahlt gemacht.
Röthis ist als Aufsteiger Neunter und hält nach sechs Spielen bei acht Punkten. Zu Hause gab es bislang einen Sieg und ein Remis. Gegen die Vorarlberger Konkurrenz ist die Bilanz sogar noch besser: Zwei Siege (Lauterach/Hohenems) und ein Remis (Altach II) stehen für den Jubilar zu Buche.

Auch die Derbytabelle sorgt für zusätzliche Brisanz. Dornbirn hat alle drei bisherigen Ländle-Derbys gewonnen und führt mit neun Punkten und 14:2 Toren. Röthis liegt mit sieben Punkten auf Rang drei.

Für einen besonderen Rahmen ist ebenfalls gesorgt: Röthis läuft erstmals im neuen Jubiläumsdress auf, mit dem der Verein sein 50-jähriges Bestehen feiert.
Für den FC Dornbirn geht es darum, die Tabellenführung erfolgreich zu verteidigen und die Serie weiter auszubauen. Röthis wiederum könnte mit einem weiteren Heimerfolg einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Die Voraussetzungen für eine packende Sonntagsmatinee sind jedenfalls gegeben: ein souveräner Spitzenreiter, ein selbstbewusster Aufsteiger und zwei Trainer, die sich bestens kennen – aber für 90 Minuten auf der jeweils anderen Seite stehen.

Der Tabellenzweite Hohenems gastiert am Sonntag um 15 Uhr beim Vierten Kitzbühel. Mit Yannik Gruber, Mert Can Ünal und Luca Vater fehlen Trainer Werner Grabherr drei Leistungsträger. VN-TK