Sieben Tonnen, 320 Teile: VfB Hohenems feiert neue Videowall

Regionalliga / 16.09.2026 • 17:12 Uhr
Neue Videwall für den VfB Hohenems ist ein Schmuckstück. VN-TK
Neue Videowall für den VfB Hohenems ist ein Schmuckstück. VN-TK Thomas Knobel

Nach der LED-Bande aus Osnabrück bekommt das Herrenried nun sein nächstes Highlight.

Hohenems Sieben Tonnen Gewicht, 40 Quadratmeter Fläche, acht Meter breit und fünf Meter hoch: Der Tabellenführer VfB Hohenems präsentiert am Samstag um 17 Uhr beim Regionalliga-West-Topspiel gegen Imst sein neuestes Infrastruktur-Highlight. Die Videowall ist in 320 Einzelteile zerlegt aus Lugano nach Hohenems gekommen und soll künftig für Informationen, Stimmung und die Präsentation der Sponsoren sorgen. Für Präsident Harald Achenrainer ist die Anlage zugleich ein weiterer Meilenstein auf einem Weg, den der Traditionsverein bereits vor rund zehn Jahren eingeschlagen hat.

Aufbau der Videowall im Herrenried.
Aufbau der Videowall im Herrenried. Thomas Knobel

“Wir wollen unsere treuen großen und kleinen Sponsoren auf einem hohen Niveau präsentieren und dem Publikum hautnah und höchst professionell Informationen geben”, sagt Achenrainer. Die Idee dahinter ist also weit mehr als ein großes Display am Spielfeldrand. Der VfB will das Herrenried Schritt für Schritt moderner und professioneller aufstellen und damit auch für Zuschauer, Partner und den gesamten Verein attraktiv bleiben.

Bei Backofenhitze erfolgte der Aufbau.
Bei Backofenhitze erfolgte der Aufbau. Thomas Knobel

Begonnen hat das Infrastrukturprojekt bereits vor einem Jahrzehnt. Damals formulierte der Verein den Wunsch nach einer LED-Bande und einer Videowall. Mittlerweile sind beide Vorhaben Realität. Die LED-Bande, die rund 110 Meter lang ist, stammt aus Osnabrück und ist seit einigen Monaten im Herrenried in Betrieb. Bei der Videowall setzte der VfB auf eine gebrauchte Anlage. Möglich wurde das durch bestehende Kontakte zu Sporteo mit Hanno Egger und Sepp Lenhart und einen Zufall, der schließlich sehr schnell konkrete Formen annahm.

Sporteo ist Partner des Schweizer Klubs FC Lugano. Dort wurde im Zuge eines Stadionneubaus eine Videowall frei. Der VfB hatte bereits bei den Gesprächen über die LED-Bande signalisiert, dass eine solche Anlage ebenfalls interessant wäre. Als sich die Gelegenheit in Lugano ergab, musste der Verein rasch handeln.

Videowall in Hohenems ein großer Schatz.
Videowall in Hohenems ein großer Schatz. Thomas Knobel

Ende Mai machte sich deshalb eine fünfköpfige Hohenemser Helfergruppe auf den Weg in die Schweiz. Mit dabei waren Präsident Harald Achenrainer, Vizeobmann und der “Mann für alle Fälle” Patrick Kalin, Norbert Heimböck, Harald Mathis und Mathias Gunz.

Die Videowall wurde Stück für Stück abgebaut, in insgesamt 320 Einzelteile zerlegt und anschließend verladen. Mit Lkw ging es zurück nach Vorarlberg. Doch damit war das Projekt noch längst nicht abgeschlossen.

Die Anlage wurde zunächst eingelagert, weil im Herrenried erst die notwendigen Fundamente, Stützen und die weiteren Vorbereitungen geschaffen werden mussten. Auch diese Arbeiten übernahm der Verein selbst. Erst danach konnte die sieben Tonnen schwere Videowall wieder aufgebaut werden. Was heute im Stadion steht, ist damit nicht einfach ein gekauftes Produkt, sondern das Ergebnis von mindestens eintausend Arbeitsstunden und einer jahrelangen Vereinsstrategie.

Mit rund 40 Quadratmetern zählt die Videowall nach Angaben des VfB zu den größten Anlagen dieser Art im österreichischen Fußballbereich. Für den Hohenemser Traditionsverein ist das ein echter Meilenstein und bleibt in der Historie weit oben. VN-TK