Dornbirns Chancenwucher rächt sich: Zwei Punkte im Titelrennen verschenkt

Regionalliga / 18.10.2026 • 12:10 Uhr
Julian Maldoner (l.) vergab für Dornbirn eine Topchance. VN-STIPLOVSEK
Julian Maldoner (l.) vergab für Dornbirn eine Topchance. VN-STIPLOVSEK

Die Rothosen scheitern an ihrer Abschlussschwäche und verpassen Heimsieg fünf.

Dornbirn Ein Punkt gewonnen, zwei mögliche Zähler liegen gelassen. Der FC Dornbirn musste sich in der Regionalliga West gegen den FC Kufstein mit einem 0:0 begnügen. Vor 250 Zuschauern in der Birkenwiese ließen die Rothosen gleich mehrere hochkarätige Torchancen ungenützt und verpassten damit den erhofften fünften Heimsieg. Im Kampf um einen ganz vorderen Tabellenplatz wäre angesichts der zahlreichen Möglichkeiten deutlich mehr möglich gewesen.

Schon in der ersten Hälfte hätten die Messestädter für klare Verhältnisse sorgen können. Julian Maldoner und der ungarische Torjäger Tamas Herbaly vergaben gute Einschussmöglichkeiten. Dazu kam noch Pech: Kristijan Makovec donnerte einen Freistoß an die Torumrandung. Die Dornbirner waren dem Führungstreffer mehrfach nahe, doch im Abschluss fehlten Präzision und Kaltschnäuzigkeit.

Dornbirn Trainer Roman Ellensohn war mit der Chancenauswertung sicher nicht zufrieden. VN-STIPLOVSEK
Dornbirn-Trainer Roman Ellensohn war mit der Chancenauswertung sicher nicht zufrieden. VN-STIPLOVSEK

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die erhoffte Erlösung aus. Jan Nußbaumer hatte eine weitere hochkarätige Möglichkeit, konnte den Ball aber ebenfalls nicht im Kufsteiner Tor unterbringen. Je länger die Partie dauerte, desto deutlicher wurde das Problem der Rothosen: Die Chancen waren vorhanden, nur der entscheidende Treffer wollte nicht fallen.

Wenn Herbaly nicht trifft, wird es für Dornbirn schwer. VN-STIPLOVSEK
Wenn Herbaly nicht trifft, wird es für Dornbirn schwer. VN-STIPLOVSEK

Besonders auffällig ist dabei die Abhängigkeit von Tamas Herbaly. Der Ungar hat in dieser Saison bereits 13 Treffer erzielt und ist die personifizierte Torgarantie der Dornbirner. Bleibt er allerdings ohne Treffer, fehlt offenbar ein zweiter verlässlicher Vollstrecker. Dass mit Carlos Berlinger und Marcel Krnjic zwei gelbgesperrte Stammkräfte sowie der am Oberschenkel verletzte Federico Crescenti fehlten, machte die Aufgabe nicht leichter.

Talip Karaaslan spielte im Mittelfeld gut. VN-STIPLOVSEK
Talip Karaaslan spielte im Mittelfeld gut. VN-STIPLOVSEK

Die beiden Platzverweise gegen Kufstein hatten auf den Spielausgang kaum noch Einfluss. Kemal Kilic sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (75.), Emir Duran musste wegen Torraubs mit Rot vom Platz (85.). Entscheidend waren vielmehr jene Möglichkeiten, die Dornbirn zuvor ungenützt gelassen hatte.

Im achten direkten Duell mussten sich die Rothosen den Tirolern nicht geschlagen geben. Vier Siege und vier Unentschieden stehen nun zu Buche. Stattdessen blieb eine bittere Nullnummer und die Erkenntnis, dass Chancenwucher im Rennen um die vorderen Tabellenplätze teuer werden kann. VN-TK