Mindestens fünf Monate Ausfall! Jetzt wird es auf einer Position richtig eng

Nach schwerer Verletzung und Operation wächst die Sorge beim RLW-Tabellenvierten
Dornbirn Ausgerechnet auf einer der wichtigsten Positionen wird die Personaldecke immer dünner. Regionalliga-West-Tabellenvierter FC Dornbirn muss mindestens fünf Monate auf Stammtorhüter Fabian Resch verzichten. Der 23-jährige Eigenbauspieler, der in den ersten zehn Meisterschaftspartien zwischen den Pfosten der Rothosen stand, zog sich eine schwere Schulterverletzung zu. Für die Dornbirner ist das ein herber Schlag – und die ohnehin angespannte Tormannsituation spitzt sich weiter zu.

Besonders bitter: Resch verletzte sich nicht im Spiel, sondern bereits beim Aufwärmen vor dem Heimduell gegen Kufstein. Der Schlussmann kugelte sich die Schulter aus. Noch auf dem Rasen versuchten Ärzte und ausgebildete Pflegehelfer, das Gelenk wieder einzurenken. Vergeblich! Mittlerweile wurde Resch im Krankenhaus erfolgreich operiert. Die bittere Konsequenz: Mindestens fünf Monate Zwangspause.

Jetzt hängt zwischen den Pfosten vieles an Sandro Eichhübl. Der 27-Jährige war im Sommer vom Ligakonkurrenten Lochau auf die Birkenwiese gewechselt, musste wegen einer hartnäckigen Schambeinentzündung aber selbst monatelang pausieren. Erst zuletzt war der Neuzugang wieder einsatzfähig. In zwei Meisterschaftsspielen kassierte Eichhübl in insgesamt 180 Minuten gerade einmal einen Gegentreffer.
Doch genau darin liegt das Problem. Nach seiner langen Verletzungspause muss Eichhübl nun die Verantwortung übernehmen. Im Dornbirner Lager hofft man deshalb inständig, dass der 27-Jährige gesund bleibt. Denn wie dünn die Personaldecke tatsächlich ist, zeigte sich bereits gegen Kufstein. Dort musste sogar Tormanntrainer Marc Gasser als Ersatztorhüter bereitstehen. Bis zur Winterpause ist Andreas Gabriel Schrottner als zweiter Tormann vorgesehen. Er soll parallel dazu allerdings auch weiterhin bei den Dornbirn Juniors im Tor stehen.
Dabei zählt die Defensive zu den größten Trümpfen der Rothosen. Gerade einmal elf Gegentreffer in zwölf Meisterschaftsspielen sprechen eine deutliche Sprache. Nur Tabellenführer Imst steht mit neun Gegentoren noch besser da. Ausgerechnet beim Tabellenvierten, der bislang vor allem durch seine defensive Stabilität überzeugt, ist die wichtigste Absicherung plötzlich zur größten Sorge geworden. VN-TK